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PRESSE 2010
19.04.2010
24. Internationaler
MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Lisi Osl siegt in einem knappen Finish
Ralph Näf gewinnt ein dramatisches Herren-Finale
Der Schweizer Ralph Näf hat beim 24. Internationalen MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen seinen Vorjahressieg. Er distanzierte den Spanier Inaki Lejaretta und Olympiasieger Julien Absalon aus Frankreich nur um wenige Sekunden. Bei den Damen gelang der Österreicherin Lisi Osl ein knapper Sieg über Blaza Klemencic und die überraschende Elisabeth Brandau.
So dramatisch war ein Bundesliga-Rennen in Münsingen noch nie. Zu Beginn der letzten von acht Fünf-Kilometer-Runden bildeten noch fünf Fahrer die Spitzengruppe, die für eine dramatisches Finale sorgten. Als es den steilen Startberg hinauf ging, da schienen José Hermida und Ralph Näf bereits geschlagen, war doch eine zwanzig Meter Lücke große Lücke zu Julien Absalaon, Inaki Lejaretta und Moritz Milatz aus Freiburg entstanden.
Doch die beiden Multivan-Merida-Biker kamen noch einmal zurück und eröffneten ein großartiges Finale. „Ich habe versucht mich an einer Stelle abzusetzen, aber das ist mir nicht gelungen. Dann haben wir uns noch ein paar Mal gegenseitig überholt, aber ich wusste wo ich vorne sein muss“, schilderte Ralph Näf die Schlussphase.
Als es in den Bikepark ging, da leuchtete sein grün-blaues Trikot an erster Stelle auf und er ließ sich seinen zweiten Sieg in Münsingen nicht mehr nehmen.
„Das hat nur noch der Kopf entschieden“, bekannte der völlig erschöpfte Eidgenosse.
Er lag früh in Führung, ließ dann aber Lejaretta aufschließen. Allerdings, so Näf, habe er registriert, dass der Spanier stärker gewesen sei als er. „Ich habe ihn ein wenig führen lassen, damit er müde wird“, gab er Einblick in seine Strategie.
Als dann allerdings Absalon aus der Verfolgergruppe heraus attackierte und binnen einer halben Runde den Rückstand von 30 Sekunden schloss und Milatz mit Hermida kurze Zeit später auch wieder aufschließen konnten, da begann in der siebten Runde das Spiel von vorne.
„Es macht einfach Spaß vor so einem tollen Publikum zu fahren. In der ganzen Schweiz gibt es keine Leute, die einen so frenetisch anfeuern“, zollte Näf den vielen tausend Zuschauern Tribut.
Julien Absalon hätte zwar gerne gewonnen, zog aber auch zufrieden von dannen, weil er das Rennen als „sehr gutes Training“ für den Weltcup-Auftakt am kommenden Wochenende ansah. „Es ist schwer hier einen Unterschied zu machen, aber für die Zuschauer ist es natürlich schön, wenn alles so eng ist“, meinte der Doppel-Olympiasieger, der nach 38,2 Kilometern nur zwei Sekunden hinter Sieger Näf 1:40:52 Stunden als Dritter ins Ziel kam.
Moritz Milatz verließen indes in der letzten Runde die Kräfte. Allerdings war er darüer nicht verwundert. „Ich wusste, dass mir noch ein Tick fehlt, deshalb habe ich versucht für meine beiden Teamkollegen das Tempo zu machen. Aber ich hätte nicht gedacht, dass es heute zu einem fünften Platz reicht“, erklärte Milatz, der erst in der dritten Runde Anschluss an die Verfolgergruppe fand.
Attacke von Lisi Osl endet erfolgreich
Im Damen-Rennen lag ebenfalls eine dreiköpfige Gruppe bis zur letzten Runde in Führung. Überraschend hatte Elisabeth Brandau aus Schönaich in der ersten Runde die Führung übernommen. Elisabeth Osl jagte mit Irina Kalentieva (Russland), Blaza Klemencic und Anja Gradl hinterher. Eingangs der zweiten Runde unterlief Kalentieva ein Fehler. Bei einem harmlosen Sturz rammte sie sich den Lenker in den Bauch und bekam danach Krämpfe im Bauchraum, die sie zur Aufgabe zwangen.
Gradl musste abreißen lassen, während Osl und Klemencic zu Brandau aufschließen konnten.
Diese Dreier-Gruppe blieb bis zur Schlussrunde bestehen. Osl setzte den entscheidenden Angriff, Klemencic hatte Mühe zu folgen und Brandau fehlte die Energie, um den Anschluss zu halten.
So verteidigte die Weltcup-Gesamtsiegerin ihren knappen Vorsprung bis ins Ziel, das sie nach 29,8 Kilometern in 1:28:05 Stunden erreichte und damit ihren ersten Sieg beim Frühjahrsklassiker in Münsingen verbuchte.
„Elisabeth hatte ganz schön Druck auf den Pedalen. In den technischen Passagen haben wir immer wieder aufgeschlossen und in der letzten Runde habe ich dann attackiert“, erzählte Lisi Osl. „Es ist super hier in Münsingen zu gewinnen bei dieser tollen Kulisse.“
Blaza Klemencic kam eine Sekunde später ins Ziel und war überglücklich. „Das ist das beste Bundesliga-Ergebnis, das ich jemals erzielt habe“, sagte die Slowenin, „Ich bin wirklich glücklich.“
Die Überraschungsfrau des Tages, Elisabeth Brandau, war das auch. „Ich bin mega zufrieden. Ich weiß, dass ich die Kraft habe und die Technik, die kommt mit den Rennen. Cross-Country macht mir immer mehr Spaß“, sagte die 24-jährige aus Schönaich, die bisher ihren Schwerpunkt auf der Marathon-Distanz hatte und als Juniorin erfolgreiche Straßenfahrerin war.
Markus Bauer und Alexandra Engen gewinnen die U23-Rennen
Im Lager der U23 holten sich Markus Bauer aus Lohr und die Schwedin Alexandra die Siege. Markus Bauer verwies dabei in einem 128 Fahrer starken Feld den Schweizer Martin Fanger in einer engen Entscheidung und den Niederländer Jelmer Jubbega auf die Plätze.
„Martin Fanger ist eigentlich stärker als ich, deshalb habe ich versucht das Rennen in den technischen Passagen zu entscheiden, denn da hatte ich Vorteile“, sagte Markus Bauer.
Alexandra Engen siegte souverän vor den beiden Niederländerinnen Rozanne Silk und Anne Terpstra. „Das war mein bisher bestes Saisonrennen und es hat sehr viel Spaß gemacht“, bilanzierte die U23-Vizeweltmeisterin.
Mit mehr als 1200 Meldungen und einer großen Zuschauerkulisse zogen die Münsinger Verantwortlichen ein positives Fazit. „Wir können rundum zufrieden sein. Es kann ja kaum besser werden, was die Masse Teilnehmer angeht, aber auch was die Qualität angeht“, zog Veranstaltungschef Hans Klug eine erste Bilanz.
17.04.2010
24. Internationaler
MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Sprint-König Ralph Näf: Das war der erste Streich
Alexandra Engen wiederholt Vorjahressieg
Beim Centurion Sprint-Cup im Rahmen der Internationalen MTB-Bundesliga wiederholten die Vorjahressieger ihren Erfolg. Der Schweizer Ralph Näf und die Schwedin Alexandra Engen gewannen vor einer schönen Zuschauerkulisse die Finals der besten Sechs.
Ralph Näf ist der ungekrönte König des Sprints. Der Europameister marschierte souverän durch Viertel- und Halbfinale und war auch im Finale eindeutiger Dominator. Nachdem der erst 18-Jährige Martin Gluth (Helmbrechts) den besten Start erwischt hatte, zog Näf nach gut der Hälfte der Distanz an Gluth vorbei und brachte den Sieg souverän nach Hause.
„Das war der erste Streich“, sagte Näf mit einem Blick schon auf dem Cross-Country-Rennen am Sonntag. Damit machte der Eidgenosse vom Multivan-Merida-Team seinen Hattrick in Sachen Sprint komplett, denn er hatte auch die beiden ersten Austragungen des Centurion Sprint-Cup gewonnen.
„Münsingen ist einfach gut für mich. Ich fühle mich bald als Deutscher, so wohl fühle ich mich hier“, sagte Näf.
Sein Landsmann Lukas Kaufmann, der 2009 Gesamtsieger im Sprint-Cup war, sicherte sich Rang zwei, nachdem er mit einem Kraftakt noch an Gluth vorbei gegangen war. „Ich bin sehr zufrieden. Beim Training auf der Cross-Country-Strecke hat es sich gar nicht gut angefühlt, aber im Sprint bin ich von Lauf zu Lauf besser geworden“, erklärte Kaufmann.
Die große Überraschung aber war Martin Gluth. Der Junioren-EM-Dritte des vergangenen Jahres machte gegen die ältere Konkurrenz eine hervorragende Figur. „Das ganze letzte Jahr habe ich mich schon gefreut, dass ich dieses Jahr den Sprint mitfahren darf. Mir fehlt noch etwas das Stehvermögen und die Kraft in den Beinen, aber ich bin natürlich super zufrieden“, sagte Gluth und verriet was ihn besonders stolz macht: „Es ist schon toll beim Start neben einem Mann wie Ralph Näf zu stehen.“
Alexandra Engen stürzt und siegt trotzdem
Bei den Damen vollbrachte Alexandra Engen das Kunststück, im Halbfinale zu stürzen und dann trotzdem noch als Zweite des Laufs ins Finale einzuziehen. Die Schwedin lag in Führung, als sie in einer Kurve wegrutschte. Sie rappelte sich schnell genug auf, um von der fünften Position aus doch noch zur Zweiten Elisabeth Brandau aufzuschließen und sie in einer Zentimeter-Entscheidung praktisch auf dem Zielstrich noch abzufangen.
Das Finale war dagegen eine leichte Übung für die U23-Vizeweltmeisterin. Sie setzte sich vor Tatjana Dold (Freiburg) in Front und ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Dold sicherte sich Rang zwei vor Annika Langvad (Dänemark), die Hanna Klein (Freiburg) auf einer langen Gerade noch von Rang drei verdrängen konnte.
„Ich konnte über die gesamte Distanz Gas geben, das ist ein gutes Zeichen“, freute sich Alexandra Engen, die auch schon 2009 den Sprint in Münsingen gewonnen hatte.
24. Internationaler
MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Markus Kaufmann wiederholt Vorjahressieg
Pia Sundstedt wird Favoritenrolle gerecht
Markus Kaufmann aus Tuttlingen und Pia Sundstedt aus Finnland haben sich die Siege beim 8. Uralan Frühjahrsmarathon geholt. Kaufmann distanzierte bei sonnigem Wetter Volker Ordowski und Christian Schneidawind. Bei den Damen gelang Birgit Söllner und Katrin Schwing hinter Sundstedt der Sprung aufs Podest. 511 Starter bedeuteten Teilnehmer-Rekord.
Markus Kaufmann wiederholte beim Uralan-Frühjahrsmarathon seinen Vorjahressieg und er tat es nach dem gleichen Prinzip wie 2009. Als eine sechsköpfige Spitzengruppe drei Kilometer vor dem Ziel den Schlussabschnitt auf der Cross-Country-Strecke erreichte, konnte er sich an die Spitze setzen und verteidigte auf den technischen Passagen seine Führung.
„Ich wusste, dass es wichtig ist als Erster in den Singletrail zu kommen und habe probiert voll durchzuziehen“, schilderte Kaufmann das Prinzip, das ihm Rang Eins vor Volker Ordowski (Tübingen) sowie dem Vorjahreszweiten Christian Schneidawind sicherte und schon 2009 erfolgreich war. Das Trio kam zwar fast Rad an Rad in den Zielbereich, doch die beiden Verfolger hatten keine Chance mehr den Vaude-Simplon-Biker.
Dabei hatte Kaufmann vor dem Rennen mit dem Sieg überhaupt nicht gerechnet. „Ich habe mich in den vergangene beiden Wochen müde gefühlt. Aber im Rennen habe ich dann gemerkt, dass es geht“, sagte der Tuttlinger, nachdem er in 1:28:51,1 Stunden das Ziel erreicht hatte.
Schneidawind (Gerbrunn, 1:28:26,8) gratulierte fair: „Markus hat verdient gewonnen. Er hat unterwegs auch am meisten Attacken gefahren und Führung gemacht“, meinte Schneidawind, der aber mit seinem Podestplatz „sehr zufrieden“ war.
Das war auch Volker Ordowski. „Ich hatte super Beine heute, konnte jede Attacke ohne Probleme mitgehen. Am Schluss auf der Cross-Country-Strecke wollte ich nichts mehr riskieren“, erklärte Ordowski (2:28:26,5).
Jörg Scheiderbauer („heute ging es mir nicht gut“) belegte Rang Vier in 1:28:38,1 Stunden vor dem erstaunlich starken Andi Vicic (Kirchheim/T.), der bester Hobbyfahrer war und etliche starke Lizenzbiker hinter sich ließ.
Darunter auch Lokalmatador Uwe Hardter von der TSG Münsingen. Er lag in der Verfolgergruppe bis Platz sieben, hatte im Cross-Country-Teil dann aber das Nachsehen und wurde Elfter (1:30:16).
Sundstedt hat am Anfang zu kämpfen
Bei den Damen gab es den Favoritensieg durch Pia Sundstedt. Die Finnin vom Rocky-Mountain-Team, hatte sich selbst gar nicht als Favoritin gesehen. Nach 3000 Kilometern Langlauf und erst vier Wochen Rad-Training, hatte sie es zu Beginn zwar schwer, doch je länger das Rennen dauerte, desto besser kam sie in Fahrt.
Sie lag gegenüber Birgit Söllner (Nürnberg) und Katrin Schwing (Mosbach) anfangs zurück. „Es war echt hart am Anfang, ich habe noch nichts Schnelles trainiert. Ich habe 25 Kilometer gebraucht bis es ging. Am Anfang hatte ich echt zu kämpfen“, berichtete Sundstedt, die in Freiburg lebt.
Sie hatte Söllner und Schwing bereits erreicht, als Schwing wegen männlichen Fahrern vor ihr einen ungeplanten Schwenk machen musste und „ab in die Botanik“ (Schwing) fuhr. Sundstedt musste auch bremsen, konnte aber wieder zu Söllner aufschließen.
Am einem Asphalt-Anstieg fiel dann die Entscheidung. „Ich bin schön Rhythmus gefahren und bin dann weg gekommen“, so Sundstedt, die das Ziel nach 1:40:43 Stunden erreichte und letztlich einen deutlichen Vorsprung von 1:33 Minuten vor Söllner hatte. „Für das erste MTB-Rennen dieses Jahr“ bin ich zufrieden, sagte die berufstätige Firebike-Fahrerin.
Katrin Schwing, die sich zwar fast noch einmal an die beiden Konkurrentinnen heran fahren konnte, dann aber wieder zurück fiel, hatte 2:28 Minuten Differenz.
„Es war nicht schlecht für's Erste“, kommmentierte Schwing, die am Sonntag auch noch das Cross-Country-Rennen bestreiten will.
Die Bundesliga-Masters-Wertung ging etwas überraschend an Dominik Bloesch, (Offenburg) der nach 1:31:07 Stunden den amtierenden Masters-2-Meister Michael Bonnekessel (Hamm) um 36 Sekunden und Thorsten Pott (Remscheid) um 1:25 distanzierte.
Insgesamt hatten sich am Samstagvormittag 511 Mountainbiker vor dem Rathaus zum Start aufgestellt. Damit wurde den Vorjahresrekord von 447 um 64 nach oben geschraubt und das Teilnehmerlimit von 500 gesprengt. Die Organistoren hatten am Donnerstag kurzfristig noch Startnummern nachbestellt.
15.04.2010
24. Internationaler
MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Weltmeisterin Kalentieva: Zeigen was ich drauf habe
Titelverteidiger Näf: Komme um zu gewinnen
Die Weltmeisterin und der Olympiasieger sind die Topfavoriten beim 24.
Münsinger MTB-Frühjahrsklassiker, der am kommenden Sonntag den Auftakt
zur Internationalen MTB-Bundesliga bildet. Julien Absalon und Irina
Kalentieva werden Maßstab sein für die deutschen Biker, die von Moritz
Milatz, Karl Platt und Adelheid Morath angeführt werden. Zum
Centurion-Sprint-Cup haben sich über 50 Biker registrieren lassen und
der Uralan-Marathon hat den Vorjahresrekord bereits weit übertroffen.
Mehr als 1100 Sportler sind gemeldet.
Die Ausgangssituationen bei den Alb-Gold Classix-Rennen sind viel
versprechend. So tritt am Sonntag ein Julien Absalon an, der erstens
schon am vergangenen Sonntag in Lugano (CH) mit seinem überlegenen Sieg
gezeigt hat, dass er sich in hervorragender Verfassung befindet. „In
Lugano war ich wirklich in guter Verfassung, ich hoffe es geht wieder
so gut, auch wenn der Kurs völlig anders ist. Im Grunde will ich
jedes Rennen gewinnen“, sagt Absalon.
Vorjahressieger Ralph Näf (CH) hat seinen Trainingsrückstand nach einem
Infekt überwunden und sagt ganz ohne Umschweife: „Ich komme nach
Münsingen, um zu gewinnen. Ich habe letztes Jahr gewonnen, da kann ich
nicht kommen und sagen, ich werde Fünfter. Ich weiß wie es geht und den
Rest werden wir sehen.“
Der Multivan-Merida-Biker hat einen Teamkollegen an seiner Seite, der
bestimmt auch das Zeug dazu hat, sich den Klassiker-Sieg ans Revers zu
heften. Der Spanier José Hermida hatte in Münsingen schon mehrfach
Defektpech, einmal sogar in Führung liegend und 2009 flog er gleich in
der ersten Runde über den vor ihm gestürzten Italiener Marco Fontana.
Hermida hat quasi auch noch eine kleine spanische Meisterschaft zu
bestreiten, denn mit Ruben Ruzafa, Sergio Mantecon Gutierrez und Inaki
Lejaretta sind noch drei starke Biker von der iberischen Halbinsel im
Rennen auf dem fünf Kilometer langen Rundkurs. Dem Schweden Emil
Lindgren und den beiden Schweizern Thomas Litscher und Fabian Giger
darf man auch Einiges zutrauen. Dessen Landsleute Lukas und Mathias
Flückiger haben sich indes am Mittwoch abgemeldet. Die Brüder sehen
sich nach einem Infekt im Trainingsrückstand.
Die berechtigte Frage ist die nach den Chancen der deutschen Biker. Der
Vorjahres-Zweite Moritz Milatz sieht bei sich nach seinem Sturz noch
Trainingsrückstand. „Es geht aufwärts, aber ich bin noch nicht in
Topform“, sagt Milatz und mein scherzhaft: „Für die Top-Ten im
teaminternen Ranking wird’s reichen.“
Jochen Käß, ein weiterer von insgesamt sieben Multivan-Merida-Bikerin,
denkt, dass ihm noch die Wettkampfhärte fehlt. „Mit der Form bin ich
zufrieden, was mir noch fehlt sind die Rennen“, meint Käß.
So ruhen die meisten Hoffnungen aus deutscher Sicht ausgerechnet auf
einem, der sich vom Cross-Country-Metier fast verabschiedet hat. Dem
Cape-Epic-Sieger Karl Platt wird derzeit Topform bescheinigt und er
selbst zeigt sich sehr motiviert für den Klassiker, den er 2002 schon
einmal gewinnen konnte.
„Münsingen ist eine klasse Veranstaltung, das ist was ganz besonderes.
Ich bin da immer gut gefahren und bin selber gespannt, was möglich ist.
Es wird jedenfalls interessant und wir werden den Zuschauern was
bieten“, erklärt der 32-Jährige.
Mit zu beachten sind auch der wieder erstarkte René Tann und Robert
Mennen sowie der Hechinger Torsten Marx und der Mössinger Stefan Sahm,
die den Part der Lokalmatadoren übernehmen.
Zweikampf bei den Damen?
Im Lager der Damen läuft zumindest auf dem Papier alles auf ein Duell
zwischen Irina Kalentieva und Elisabeth „Lisi“ Osl hinaus. Die in Aalen
lebende Weltmeisterin aus Russland und die Weltcupsiegerin aus Tirol,
die für das deutsche Central-Pro-Team fährt, lagen 2009 auch auf den
Plätzen eins und zwei.
„Münsingen ist ein wichtiges Rennen. Seit ich 2001 nach Deutschland
kam, bin ich da immer gefahren. Viele kennen mich hier und ich will als
Weltmeisterin zeigen, was ich drauf habe. Klar, dass ich vorne dabei
sein will“, sagt die Topeak-Ergon-Bikerin, die vergangenen Sonntag in
Lugano gleich ihr erstes Saisonrennen gewonnen hat.
Lisi Osl war da Fünfte, was aber nichts heißen mag, denn zu diesem
Zeitpunkt spielt der Trainingsaufbau noch eine Rolle. „In Münsingen
werde ich erholter an den Start gehen. Deshalb hoffe ich, dass es
besser geht“, sagt die Österreicherin.
Wer könnte in den Zweikampf eingreifen? Annika Langvad, die Newcomerin
aus Dänemark vielleicht. Blaza Klemencic aus Slowenien, Tereza Hurikova
aus Tschechien oder die Zweite von 2008, Sabrina Enaux aus Frankreich.
Die deutsche Damen-Riege muss auf Olympiasiegerin Sabine Spitz
verzichten. Nachdem sie vergangene Woche noch krank war, hat sie
entschieden ihren Start in die Saison, der sich durch eine zweimonatige
Verletzungspause ohnehin verzögert hatte, noch einmal zu verschieben.
Die Deutsche Vizemeisterin Adelheid Morath, die DM-Dritte Hanna Klein
und Anja Gradl sind drei Fahrerinnen, die eine gute Rolle spielen
können. An einem guten Tag auch unter den besten Fünf. Gespannt sein
darf man auch auf das Abschneiden von Elisabeth Brandau. Die Deutsche
Vizemeisterin im Cross konzentriert sich dieses Jahr auf die
Cross-Country-Disziplin und zeigte vor knapp drei Wochen in Buchs,
Schweiz, als Fünfte eine überzeugende Vorstellung. Sicher noch nicht
ganz vorne ist Mona Eiberweiser zu erwarten, doch die 19-Jährige
Junioreneuropameisterin von 2008 gilt als das derzeit größte Talent im
deutschen Mountainbikesport und sie verdient schon mal ganze
Aufmerksamkeit.
Die amtierende Junioren-Welt- und –Europameisterin befindet sich
übrigens auch im Rennen. Allerdings bei den Juniorinnen, die mit
Verzögerung starten und weniger Runden zu absolvieren haben. Pauline
Ferrand Prévot aus Frankreich hat sich die Titel schon als jüngerer
Jahrgang geholt und gewann auch auf der Straße schon internationale
Medaillen.
Das U23-Rennen der Herren ist mit über 110 Sportlern aus sieben
Nationen besetzt. Für den deutschen Nachwuchs ist das zum Saisonauftakt
schon mal eine echte Herausforderung. Nicht zuletzt sind es einige
starke Schweizer wie Martin Fanger und Severin Disch, die zum Prüfstein
werden. Auch die Junioren treffen auf einige internationale
Konkurrenten, wie Junioren-Vize-Europameister Michiel van der Heijden
aus den Niederlanden.
Centurion-Sprint: „Da ist Action drin“
Der Höhepunkt am Samstag wird die Sprint-Konkurrenz sein. Bis Mittwoch
hatten sich schon mehr als 50 Biker für das Spektakel gemeldet, das um
15 Uhr mit den Zeitläufen beginnt und seinen Höhepunkt bei den Finals
gegen 16 Uhr findet.
Ralph Näf kommt auch hier als Titelverteidiger. „Ich fahre jeden
Sprint, den es gibt. Da ist Action drin, die der Sport braucht.
Münsingen ist ein gutes Beispiel dafür“, so der 29-jährige Eidgenosse.
Karl Platt nimmt die Herausforderung als „Sprint-Novize“ an, genauso
wie Jochen Käß, Moritz Milatz und eine ganze Menge aus der hungrigen
U23-Meute, die so gerne auch mal die „Großen“ schlagen möchten. Und es
auf der kurzen, zweiminütigen Distanz auch können.
Uralan-Marathon: Limit fast erreicht – Pia Sundstedt kommt
Die Meldeliste des 8. Uralan Frühjahrsmarathon hat bereits zwei Tage
vor Meldeschluss die Vorjahresmarke von 447 übertroffen. Es sind nur
noch wenige Plätze frei bis zum Limit von 500. Am Freitagabend wird die
Meldeliste geschlossen. Die Marathonfahrer dürften sich über schönes
Wetter freuen. Vorjahressieger Markus Kaufmann aus Tuttlingen gehört zu
den Mitfavoriten, doch es gibt eine ganze Reihe Konkurrenten, darunter
auch Lokalmatador Uwe Hardter. Dem kommt allerdings eine so kurze
Distanz wie die 46 Kilometer nicht so entgegen, wie etwa Benjamin
Rudiger und Frank Lehmann, die aus dem Cross-Country-Sport kommen.
Christian Schneidawind, Lukas Gerum und auch Ex-Straßenprofi Volker
Ordowski sind interessante Namen.
Bei den Damen hat sich kurzfristig noch Pia Sundstedt angemeldet. Die
in Freiburg lebende Finnin hat schon zweimal bei der Marathon-WM Bronze
gewonnen und geht sicher als (Mit-)Favoritin ins Rennen, auch wenn ihr
längere Distanzen mehr liegen. Das gilt auch für Birgit Söllner
(Nürnberg). Die Ex-Straßenfahrerin gewann 2009 zahlreiche Marathons und
dürfte Sundstedts schärfste Konkurrentin sein.
Fotonachweis: © Armin M. Küstenbrück (frei zur redaktionellen Verwendung)
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13.04.2010
24. Internationaler MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Eindrucksvolles Zahlenwerk
Der Frühjahrsklassiker der Mountainbiker existiert seit 1987.
Fast stetig entwickelte sich das Mountainbike-Event weiter, spätestens
seit 2003 ist Münsingen auch international zu einer Größe geworden.
Hier ein paar Zahlen zur 24. Auflage am 17. und 18. April, die den Wert
der Veranstaltung unterstreichen:
Bis Dienstagnachmittag lagen
1089 Meldungen
vor. Obwohl die Schüler-Rennen des Schwörer-Haus Kids-Cup und
U17-Jugendrennen des AOK Grand-Prix in diesem Jahr nicht zur nationalen
Nachwuchs-Serie zählen, sind in den Klassen U15 und U17 144
Nachwuchsbiker auf der Meldeliste. Ingesamt wurden bei
Redaktionsschluss
235 Meldungen gezählt.
Die achte Auflage des Uralan-Frühjahrsmarathon weist
453
Meldungen auf. Das übertrifft bereits den Vorjahres-Rekord von 447. Bis
Freitag sind noch Nachmeldungen möglich, allerdings ist bei 500 das
Teilnehmerlimit errreicht. Angesichts der trockenen Wettervorhersagen
könnte das diesmal sogar erreicht werden.
Bis dato stehen Sportler aus
16
verschiedenen Nationen auf den Meldelisten. Darunter auch eine Bikerin
vom anderen Ende der Welt: Die Neuseeländerin Rosara Joseph hat, wie es
aussieht, denn sie studiert in Oxford Jura.
Im Feld der Alb-Gold Classix, den Bundesliga-Elite-Rennen stehen bei den Herren
4
Fahrer aus den besten Sechs der aktuellen Weltrangliste am Start. Dazu
kommen 6 weitere aus den besten 25. Und der 1. der
Marathon-Weltrangliste. Bei den Damen führen die Nummer 1 und die
Nummer 2 der Welt das Feld an.
Auch die Zahl der Teams, die sich einen Platz auf dem Expo-Gelände gesichert haben, ist noch einmal gestiegen.
32 Teams wurden von Platzchef Heiko Klug auf dem Areal verteilt. Dazu kommen noch
6 Aussteller.
2284 Quadratmeter Stellfläche wurden insgesamt vergeben. Das verleiht der Veranstaltung auch optisch eine attraktive Note.
Den meisten Platz beansprucht das Orbea-Team von Julien Absalon.
18 auf
8
Meter benötigt der Truck und das Zelt der spanischen Equipe. Aber auch
Multivan-Merida, Central-Pro, Rabobank-Giant, Felt-Ötztal-X-Bionic und
Trek-Brentjens sind in ihrer Größe nicht zu übersehen.
08.04.2010
24. Internationaler MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Julien Absalon kommt nach Münsingen
Olympiasieger will sich revanchieren
Die Alb-Gold Classix bekommen auch 2010 wieder das
Sahnehäubchen verpasst. Doppel-Olympiasieger Julien Absalon aus
Frankreich wird beim 24. Internationalen MTB-Frühjahrsklassiker am 18.
April in Münsingen am Start sein. Und er bringt seine beiden
Orbea-Teamkollegen aus Spanien auch gleich mit.

Dem Franzosen aus den Vogesen hat es im vergangenen Jahr gefallen bei
seinem ersten Auftritt in Münsingen, das hat er mehrfach kundgetan.
Weniger gefallen hat Julien Absalon, dass er auf dem schnellen Kurs
lediglich Sechster wurde.
"Ich war wirklich enttäuscht im vergangenen Jahr. Deshalb habe ich mich
entschieden diesmal mit dem ganzen Team zu kommen, als eine Art
Wiedergutmachung", erklärt Absalon, dass er sich revanchieren will.
Mit dem ganzen Team, das bedeutet, dass der zweifache Olympiasieger
seine beiden Orbea-Kollegen, die Spanier Ruben Ruzafa und Inaki
Lejaretta mitbringt, die beide zur erweiterten Weltspitze gehören.
Ruzafa machte 2009 beim Weltcupfinale mit Rang zwei auf sich
aufmerksam. Außerdem gehört zum "ganzen Team" auch noch der
Orbea-Truck, ein 18 Meter langes Monstrum, das auf dem
Veranstaltungsgelände mächtig Eindruck machen wird.
Bei solchen Vorzeichen ist davon auszugehen, dass Julien Absalon eine
Woche vor dem Weltcupauftakt im Dalby Forest (England) Ernst machen
wird. José Hermida (Spanien), Ralph Näf, die beiden Flückiger-Brüder
Mathias und Lukas (alle Schweiz) sowie Moritz Milatz (Freiburg) oder
der Weltranglisten-17. Sergio Mantecon Gutierrez (Spanien) und einige
Andere werden auf dem schnellen Kurs die Muskeln spielen lassen und die
Zuschauer dürfen eine tolle Show der weltbesten Mountainbiker erwarten.
Julien Absalon kommt zwar nicht als amtierender Weltmeister, obwohl er
sich diesen Titel bereits viermal sichern konnte, aber als
Weltranglistenerster und mit insgesamt 21 Weltcupsiegen ist er
Rekordmann und sicher der beste Mountainbiker dieses Jahrzehnts, den es
zu schlagen gilt.
Derweil wird sich ein weiterer Olympiasieger in Münsingen aufhalten.
Der Niederländer Bart Brentjens, 1996 in Atlanta praktisch der
Vorgänger von Absalon und 2004 in Athen als Dritter neben Absalon auf
dem Podest, kommt ebenfalls auf die Alb. Brentjens, der 2004 auch schon
als Aktiver beim Frühjahrsklassiker am Start war, kommt als Teamchef
der eigenen Equipe Trek-Brentjens powered by Milka und wird am
Streckenrand seine Jungs beobachten.
Ob die beiden Goldmedaillenbesitzer weitere Gesellschaft von
ihresgleichen bekommen, steht noch nicht fest. Sabine Spitz
(Murg-Niederhof) hat nach ihren beiden Operationen im Winter vor ein
paar Wochen noch mit einem Test in Münsingen geliebäugelt. Allerdings
ist ihr jetzt ein Infekt in die Parade gefahren, so dass sie wohl erst
kurzfristig darüber entscheiden wird, ob sie beim Klassiker dabei sein
kann.
Fotonachweis: © Erhard Goller (frei zur redaktionellen Verwendung)
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30.03.2010
24. Internationaler MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Starkes Damenfeld beim Bundesligaklassiker:
"Supergirls" Osl und Kalentieva
Die beiden weltbesten Bikerinnen des vergangenen Jahres werden
beim 24. Internationalen MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen am 17./18.
April am Start sein. Weltmeisterin Irina Kalentieva und
Weltcup-Gesamtsiegerin Elisabeth Osl führen bei den Alb-Gold-Classix
das auch sonst stark besetzte Damenfeld an.

Die Nachricht, dass die Weltranglistenerste (Osl) und die Zweite
(Kalentieva) beim Bundesliga-Auftakt in Münsingen an den Start gehen,
die mag gar nicht so spektakulär sein, denn die Österreicherin und die
Russin waren auch schon im April 2009 dabei. Und sie waren ganz vorne.
Irina Kalentieva drehte damals das Ergebnis vom Weltcup-Auftakt in
Südafrika und gewann nach vielen Anläufen zum ersten Mal in ihrer
Karriere in Münsingen- vor Elisabeth Osl.
Damals allerdings wusste man weder, dass die Tirolerin, die alle nur
Lisi nennen, nach zwei weiteren Weltcupsiegen am Ende den Gesamtsieg
holen würde, noch dass Kalentieva sich zum zweiten Mal nach 2007 den
Weltmeistertitel holen würde.
So steht die Topeak-Ergon-Bikerin am 18. April also mit dem
Regenbogen-Trikot in der ersten Reihe und bestreitet auf der Alb ihr
erstes Saisonrennen gegen die Central-Pro-Athletin Lisi Osl, die in
Buchs, Schweiz, bereits ihren ersten Sieg feierte.
Hurikova, Klemencic, Joseph, Enaux, Langvad, Engen...
Neben diesen beiden Supergirls haben sich jetzt schon weitere starke
Sportlerinnen angesagt. Die Tschechin Tereza Hurikova zum Beispiel,
U23-Weltcupsiegerin 2008 und nach einem schwierigen Jahr mit einem
Schlüsselbeinbruch in einem spanischen Team (Trek-Lorca) wieder voll
motiviert. Oder die Neuseeländerin Rosara Joseph. Die Olympia-Neunte
von Peking studiert Jura in Oxford und nebenbei auch noch erfolgreich
die Mountainbike-Strecken dieser Welt.
Die Slowenin Blaza Klemencic vom Offenburger Felt-Ötztal-X-Bionic-Team,
WM-Elfte 2009, hat in diesem Frühjahr auch schon einen starken Eindruck
hinterlassen. Ihre Teamkollegin Sabrina Enaux aus Frankreich war 2008
in Münsingen schon mal Zweite.
Gespannt sein darf man auch auf die Dänin Annika Langvad, die auf
Zypern den Cyprus Sunshine-Cup gewann und dieses Jahr weiter für Furore
sorgen könnte. Mit dabei ist auch mit U23-Vizeweltmeisterin Alexandra
Engen (Schweden) eine weitere Skandinavierin und die U23-WM-Sechste
Babara Benkó (Ungarn), die auch für das Team Rothaus-Cube in die Pedale
tritt.
Deutsches Fräuleinwunder
Für sie alle ist das die Generalprobe für den Weltcup-Auftakt im Dalby
Forest (Pickering). Das gilt auch für das deutsche Fräuleinwunder. Da
bieten sich so viele junge Damen für die Nachfolge der zurzeit noch
gehandicapten Olympiasiegerin Sabine Spitz an, wie kaum einmal zuvor.
Anja Gradl (Kastl) zum Beispiel, genauso wie die erst 19-jährige Mona
Eiberweiser (Deggendorf), die beide für das Spitz-Team Central-Pro
fahren. Oder die Vorjahres-Bundesliga-Gesamtzweite Hanna Klein vom Team
Rothaus-Cube (Freiburg) und die Deutsche Vizemeisterin Adelheid Morath
(Freiburg), die jetzt für Felt-Ötztal fährt. Und dann gibt es da noch
die Quereinsteigerin Elisabeth Brandau (Haibike) aus Schönaich, die
vergangenen Sonntag in Buchs mit Rang fünf bereits zeigte, dass mit ihr
zu rechnen ist.
Erhard Goller
PRESSETEXT, Abdruck honorarfrei !
Fotonachweis: © Armin M. Küstenbrück (frei zur redaktionellen Verwendung)
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Wieder eine "Merida-Meisterschaft"?
Flückiger-Brüder haben was dagegen
Der 24. Internationale MTB-Frühjahrsklassiker kann am 17.
und 18. April mit dem weltbesten Männerteam rechnen. Das
Multivan-Merida-Team mit dem Spanier José Hermida, dem Schweizer Ralph
Näf und auch mit Moritz Milatz hat für den Bundesliga-Auftakt gemeldet.
Auf der Startliste stehen auch die Flückiger-Brüder Mathias und Lukas.

Fabian Aust vom Multivan-Merida-Teammanagement lacht. "Wir machen
wieder eine Merida-Meisterschaft mit internationaler Beteiligung."Er
spielt damit auf die grün-blaue Phalanx, die 2009 auf dem Herren-Podium
zu besichtigen war. Ralph Näf siegte vor Moritz Milatz (Freiburg) und
Jochen Käß (Weil im Schönbuch) auf Platz fünf landete auch noch José
Hermida, der im vergangenen Jahr die Weltcup-Saison als Gesamt-Zweiter
beendete, während Teamkollege Näf als Vierter notiert wurde.
Das ganze Paket, inklusive Hannes Genze (Sindelfingen), Andreas Kugler
(Schweiz) und dem Niederländer Rudy van Houts wird beim
MTB-Frühjahrsklassiker antreten. Genze und Kugler sowie van Houts und
Hermida sind derzeit beim Etappenrennen Cape Epic in Südafrika
unterwegs.
Dort können sie auch die Form der beiden Flückiger-Brüder Lukas (26)
und Mathias (21) besichtigen. Die beiden Schweizer vom Trek-Team werden
zum ersten Mal in Münsingen am Start stehen. Lukas Flückiger schloss
die Weltcup-Serie als Siebter ab, sein Bruder belegte Rang 20.
Allerdings zeigte der U23-Fahrer als Fünfter in Champéry und Dritter in
Schladming zum Schluss der Saison wozu er in der Lage ist.
So ganz dürfte das also wohl nichts werden mit der "Merida-Meisterschaft".
Aller Voraussicht nach werden wohl noch weitere namhafte
Cross-Country-Biker hinzukommen und ein paar andere Farbtupfer auf dem
Podium anbringen. Eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt in Dalby Forest
(GBR) wird die Generalprobe wieder einen ganz besonderen Reiz
versprühen.
Erhard Goller
PRESSETEXT, Abdruck honorarfrei !
Fotonachweis: © Armin M. Küstenbrück (frei zur redaktionellen Verwendung)
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Südweste-Presse 08.03.2010
Mit dem bewährten Konzept bereitet die TSG Münsingen den
MTB-Frühjahrsklassiker vor. Am 17. und 18. April werden zum
Bundesliga-Auftakt wieder Weltklassebiker im Wiesental erwartet.
"Mountainbike ist keine Randsportart, das ist sie nur medial", pflegt
Olympiasiegerin Sabine Spitz bei jeder Gelegenheit zu wiederholen. Da
mag sie Recht haben, aber es ist nun einmal so, dass man über die
Medienpräsenz Aufmerksamkeit bekommt und für die fließt nun mal das
Geld.
Deshalb war es auch noch nie einfach für ein Mountainbike-Rennen die
finanzielle Unterstützung zu organisieren. Das ist auch in Münsingen
nicht anders. Aber hier haben die Veranstalter mit seriöser Arbeit
immer aus wenig viel gemacht. Und so ist man jetzt, wo die allgemeine
wirtschaftliche Krise auf viele Sportveranstalter durchschlägt, auch
ein wenig immun. "Wir könnten schon noch ein paar Sponsoren brauchen",
bekennt Hans Klug zwar, aber der Rad-Abteilungsleiter der TSG will auf
der anderen Seite auch nicht ein Klagelied anstimmen, sondern mit
seinem Team einfach das Beste aus der Situation machen.
Eine Absage des MTB-Frühjahrsklassikers war nicht zu befürchten - was
nicht selbstverständlich ist. In St. Märgen wurden beispielsweise die
Konsequenzen gezogen. Die Schwarzwälder sagten wegen einer finanziellen
Lücke das Bundesliga-Rennen ab. In Wetter/Ruhr stand die Veranstaltung
auch auf der Kippe und andere Organisatoren klagen über Einbußen im
Haushalt.
Bei der TSG Münsingen gibt es dagegen auch gute Nachrichten. Neun
Wochen vor der 24. Auflage stehen für die Bundesliga-Rennen zwar noch
keine Namen in der Meldeliste, doch es haben schon einige
Weltklasse-Teams Platzbedarf auf der Ausstellungsfläche angemeldet, was
entsprechende Rückschlüsse zulässt.
Darunter ist auch das Multivan-Merida-Team mit den Weltklasseleuten
José Hermida (Spanien) und Vorjahressieger Ralph Näf (Schweiz), sowie
den beiden deutschen Topfahrern Moritz Milatz (Freiburg) und Jochen Käß
(Weil im Schönbuch). Sehr wahrscheinlich tritt auch deren Teamkollegin,
die vierfache Münsingen-Siegerin Gunn-Rita Dahle (Norwegen) nach ihrer
Babypause auf der Alb wieder an. Gleichfalls vertreten sein wird das
Topeak-Ergon-Team, mit Weltmeisterin Irina Kalentieva, die 2009 ihre
Saison in Münsingen mit einem Sieg begann und im September in Canberra
zum zweiten Mal das Regenbogenjersey holte.
Der Münsinger Termin liegt in diesem Jahr wieder eine Woche vor dem
Weltcup-Auftakt in England und eignet sich daher für die Topfahrer als
letzter Test. Das gilt nicht für Sabine Spitz. Die Olympiasiegerin hat
zwei Operationen an der Leiste hinter sich und kann in der Saison 2010
erst verspätet eingreifen.
Ein anderes positives Signal für die TSG Münsingen sind die mehr als
150 Namen, die jetzt bereits für den 8. Uralan-Frühjahrsmarathon
gemeldet haben. Das sind deutlich mehr als vor einem Jahr im
vergleichbaren Zeitraum. So könnte die Rekordmarke von 2009, als 450
Teilnehmer auf der Liste standen, übertroffen werden. Was das
Gesamtkonzept des Mountainbike-Events angeht, bleibt man sich treu. Am
Samstag gehen die Schüler-Rennen und der Bundesliga-Sprint über die
Bühne, am Sonntag sind es die vier Bundesliga-Rennen von den Junioren
bis zu den Profis.
17. Februar 2010
ALB-GOLD CLASSIX
1. Lauf zur MTB-Bundesliga 2010
8. URALAN-Frühjahrsmarathon
24. Internationaler MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Top-Teams haben Plätze schon gebucht
160 Meldungen zum Frühjahrsmarathon
Gut neun Wochen vor dem Start zum Internationalen
MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen deutet sich auch für die 24.
Auflage am 17. und 18. April wieder ein Teilnehmerfeld erster
Güteklasse an. Der 8. Uralan-Frühjahrsmarathon verzeichnet schon jetzt
über 160 Meldungen.
Die großen Namen werden auch dieses Jahr in Münsingen nicht fehlen.
Zwar existieren zurzeit noch keine verbindlichen Anmeldungen, doch
einige große Teams haben für den Internationalen Frühjahrsklassiker
bereits einen Platz auf dem Ausstellungsgelände gebucht.
Darunter ist auch das Multivan-Merida-Team mit den Weltklasseleuten
Ralph Näf (Schweiz) und José Hermida (Spanien), sowie den deutschen
Cracks Moritz Milatz (Freiburg) und Jochen Käß (Weil im Schönbuch). Das
Team ist Stammgast in Münsingen und mit ihm auch die Norwegerin
Gunn-Rita Dahle. Die Olympiasiegerin von 2004 hat den Klassiker viermal
in Serie gewonnen, war im vergangenen Jahr wegen ihrer Schwangerschaft
zum ersten Mal nach seit 2003 nicht auf der Alb. Doch die Mutter eines
zehn Monaten alte Sohnes hat sich bereits nach der günstigsten
Flugverbindung erkundigt.
Topeak-Ergon, das Team von Vorjahressiegerin Irina Kalentieva
(Russland), ist in der Ausstellungsfläche beim Bikepark ebenfalls
vertreten. Kalentieva startete 2009 in Münsingen in eine Saison, die
ihr am Ende in Canberra den zweiten Weltmeistertitel ihrer Karriere
bescherte.
Marathon-Kontingent könnte voll werden
Indes geht die organisatorische Routine in Münsingen ihren Gang. Beim
Veranstalter des Bundesliga-Auftakts gibt es ein eingespieltes Team und
so schreckt auch die existierende dichte Schneedecke auf der 4,8
Kilometer langen Strecke nicht. Zumindest jetzt noch nicht. Und
scheinbar lassen sich auch viele Hobbybiker nicht davon abhalten schon
jetzt mal den Startplatz für den Uralan-Frühjahrsmarathon zu sichern.
Neun Wochen vor dem Startschuss stehen schon über 160 Biker auf der
Meldeliste. Das ist deutlich mehr als im vergleichbaren Zeitraum 2009.
„Wenn es so weiter geht, dann könnte es sein, dass wir das Kontingent
von 500 Fahrern vorzeitig voll haben“, meint Veranstaltungschef Hans
Klug.
Ohnehin kommt in diesem Jahr eine kleine extra Masse hinzu. Der
Kurzmarathon über knapp 45 Kilometer ist dieses Jahr für die
lizenzierten Masterbiker gleichzeitig der Bundesliga-Auftakt. Die
Seniorenfahrer bekommen einen eigenen Startblock, gehen aber gemeinsam
mit dem gesamten Feld am Samstag um 9.30 Uhr ins Rennen.
Am Samstagnachmittag steht auch in diesem Jahr der Centurion Sprint im
Programm. Die Qualifikation beginnt um 15 Uhr, die spannenden
Finalläufe starten etwa um 16 Uhr. Zuvor drehen traditionell die
Schüler beim Schwörer-Kids-Cup ihre Runden.
PRESSE 2009
19. April 2009
Zweiter Sieg für Ralph Näf- Milatz und Käß auf den Plätzen
Kalentieva nimmt Revanche - Osl und Spitz auf 2 und 3
Der Schweizer Ralph Näf holte sich in Münsingen den Sieg beim 23.
Internationalen MTB-Frühjahrsklassiker. Er verwies seine beiden
deutschen Teamkollegen Moritz Milatz und Jochen Käß auf die Plätze. Bei
den Damen konnte sich Irina Kalentieva knapp gegen Elisabeth Osl
durchsetzen. Olympiasiegerin Sabine Spitz wurde vor vielen tausend
Zuschauern Dritte. Im U23-Rennen der Herren lag der Schwede Matthias
Wengelin vorne.
Mit Beginn der "Alb-Gold Classix" setzte Jochen Käß den ersten Akzent.
Der Multivan-Merida-Biker stürmte den Münsinger Starthang hoch und
musste sich oben am Asphalt wundern, wo der Rest geblieben war. "Ich
habe das durch gezogen, so dass eine Spitzengruppe zustande kam",
erklärte er. Die dezimierte dann Ende der ersten von acht Runden der
Italiener Marco Fontana, als er an vierter Stelle liegend über eine
Steinpassage sprang und eine Windböe das Vorderrad erfasste. Fontana
stürzte und der Spanier José Hermida fiel über ihn drüber. So blieben
vier Fahrer übrig, die den Rest des Rennens bestimmten.
Olympiasieger Julien Absalon (Frankreich) hatte nach einem Infekt zu
Beginn der Woche nicht die Verfassung, um ganz vorne Paroli zu bieten.
"Ich denke, es war dennoch eine gute Vorbereitung auf den Weltcup in
Offenburg. Ich bin die ganze Zeit mit José gefahren, führen konnte ich
nicht, aber es war okay", sagte der Franzose und lobte den Kurs: "Er
ist schnell und wir können den Zuschauern eine gute Show bieten."
Für die große Show war vor allem Ralph Näf zuständig. Der Sieger des
Jahres 2007 profitierte davon, dass er seine deutschen Teamkameraden
Moritz Milatz (Freiburg) und Jochen Käß (Weil im Schönbuch) bei sich
hatte. Sie konnten den zweifachen Münsingen-Sieger Martin Gujan
(Schweiz) taktisch ausmanövrieren. "Moritz hat einmal angezogen und ich
habe dann verlängert", berichtete Näf von der Situation, die das Rennen
entschied. Das war nach gut der Hälfte des Rennens. Gujan versuchte mit
aller Macht seinem Kumpel Näf nach zu fahren, übernahm sich dabei aber
und musste gegen Ende mit Krämpfen Milatz und Käß noch vorbei ziehen
lassen.
"Mein Team hat mir das Vertrauen geschenkt und das war das Dankeschön",
sagte Näf, der letztlich mit 1:29 Minuten Vorsprung auf Milatz und 1:58
Minuten vor Käß gewann. In Abwesenheit des Vorjahressiegers Wolfram
Kurschat (Neustadt/W.), der zugunsten einer konzentrierten
Weltcup-Vorbereitung auf das Bundesliga-Rennen verzichtet hatte, war
Moritz Milatz der beste Deutsche. "Mir ging es sehr gut, nur am Schluss
habe ich etwas Probleme bekommen",erklärte Milatz, der sich dem Weltcup
in Offenburg genauso zuversichtlich entgegen schaut, wie sein
Teamkollege Käß. "Ich wusste die Form ist da und wollte gleich am
Anfang mal testen, was die anderen drauf haben. Leider bin ich einmal
kurz weg gerutscht. Als ich wieder zurück in die Gruppe kam, hat Ralph
endgültig attackiert", sagte Käß.
Kalentieva: Endlich ein Sieg beim Klassiker
Die Damenkonkurrenz über sechs 5,1-Kilometer-Runden blieb bis zur
letzten Schleife offen. Irina Kalentieva (Russland) schloss nach einem
Sturz in der ersten Runde im zweiten Durchgang zur führenden Elisabeth
Osl (Österreich) auf. Das Duo konnte Sabine Spitz (Murg-Niederhof) und
Adelheid Morath (Freiburg) immer 20 bis 30 Sekunden auf Distanz halten.
Erst am letzten Anstieg zog Kalentieva weg und revanchierte sich für
die Niederlage beim Weltcup in Südafrika eine Woche zuvor.
"Endlich habe ich mal in Münsingen gewonnen. Ich war schon so oft
Zweite und Dritte", jubelte Kalentieva und lobte die "super Atmosphäre"
beim Klassiker.
"Ich habe damit gerechnet, dass sie kommt. Aber ich bin zufrieden mit
meinem Rennen", sagte Osl, die Weltcup-Siegerin. Olympiasiegerin Sabine
Spitz hatte die Probleme in der Startphase erwartet. "Nach meinem
Trainingsprogramm habe ich erwartet, dass ich nicht spritzig genug sein
werde. Aber ich bin sehr zufrieden wie es gelaufen ist", sagte sie,
"das war ein typisches Münsingen-Rennen, viele Zuschauer und gute
Stimmung, das macht einfach Spaß."
Adelheid Morath bestätigte ihr Weltcup-Ergebnis aus der vorigen Woche
und blieb lange Zeit an Spitz dran. Am Ende wurde sie Vierte mit einer
Differenz von 1:19 Minuten auf Kalentieva, die in 1:33:33 Stunden mit
16 Sekunden Vorsprung auf Osl und 58 Sekunden vor Spitz gewann.
Wengelin hat Spaß im Bikepark
Der Schwede Matthias Wengelin gewann das U23-Rennen der Herren mit
einer Solofahrt, die nahezu über die kompletten sechs Runden ging.
Zuerst hatte ihm der Schweizer Lukas Kaufmann noch folgen können, doch
dann stürmte Wengelin zum Sieg im zweiten Lauf der U23-Bundesliga. "Die
erste Runde war hart, aber als ich dann die Lücke hatte, ging es sehr
gut. Ich habe mich heute sehr gut gefühlt und ich mag den Kurs, vor
allem den technischen Abschnitt im Bikepark", erklärte Wengelin.
Er verwies den Tschechen Josef Kamler nach 1:24:22 Stunden mit 2:11
Minuten Vorsprung auf den zweiten Platz. Kaufmann kam zwei Sekunden
dahinter auf den dritten Rang.
Bester Deutscher war überraschend Simon Gegenheimer (Remchingen), der
nicht dem Nationalkader angehört. Gegenheimer wurde Siebter mit 3:32
Minuten Rückstand. "Ich habe mich am Start bewusst etwas zurück
gehalten und konnte dann gut vor fahren. In der dritten und vierten
Runde habe ich etwas Gas raus genommen, damit ich hinten raus noch
einmal zulegen kann. Das hat auch geklappt", sagte Gegenheimer, der nun
hofft das Ergebnis weiter bestätigen zu können und sich so für eine
EM-Nominierung anzubieten.
Direkt hinter ihm kamen Felix Euteneuer (Freiburg, 3:41 zurück) und
Heiko Gutmann (Münstertal) ins Ziel. Euteneuer hatte Pech mit einem
Hinterrad-Defekt, der ihn bereits eingangs der zweiten Runde aus der
Verfolgergruppe zurück warf.
Rekord: 1200 Sportler aus 18 Nationen
Insgesamt waren in Münsingen mehr als 1200 Sportler aus 18 Nationen am
Start und sorgten damit für Rekordwerte. Da am Sonntag auch das Wetter
mitspielte, strömten auch viele Zuschauer an die Strecke. "Traumhaft.
Besser kann es kaum noch werden", zog Chef-Organisator Hans Klug ein
schnelles Fazit.
18. April 2009
Centurion Sprint-Cup: Dreifachsieg für Multivan-Merida
Uralan-Frühjahrsmarathon: Kaufmann und Höllige
Ralph Näf wiederholte am Samstag beim Centurion Sprint-Cup im Rahmen
des 23. Internationalen Frühjahrsklassikers in Münsingen seinen
Vorjahressieg. Bei den Damen gewann die Schwedin Alexandra Engen.
Markus Kaufmann und Martina Höllige gewannen die siebte Auflage des
Uralan-Frühjahrsmarathons über 43 Kilometer.
Im Männer-Finale des Centurion Sprint-Cups dominierte das
Multivan-Merida-Team. Sie waren zu dritt im sechsköpfigen Endlauf
vertreten und spielten die Teamkarte. Ralph Näf ging nach dem Start in
Führung, Moritz Milatz erwischte ebenfalls einen guten Start, setzte
sich an die zweite Position und José Hermida konnte den Rest der
Konkurrenz in Schach halten.
In der zweiten Runde hatte Milatz auf dem vom Regen durchnässten
Gelände im Münsinger Wiesental einen kleinen Rutscher, so dass Hermida
vorbei zog. Ralph Näf blieb indessen an der Spitze ungefährdet. Er
wiederholte seinen Vorjahressieg souverän. "Im Sprint habe ich immer
sehr viel Selbstvertrauen, weil ich viele schon gewonnen habe. Ich gehe
in jedes rein, um zu gewinnen. Martin Gujan war der stärkste Gegner
aber wir konnten es im Team gut durchziehen. Für mich, der wegen
Krankheit nicht in Südafrika war, ist es natürlich schön, gleich das
erste Rennen wieder zu gewinnen", sagte Näf.
Zweiter und Dritter wurden seine beiden Teamkollegen Hermida und
Milatz. "Ich finde Sprints immer gut", meinte Hermida und Milatz sprach
davon, dass es von Runde zu Runde besser gegangen sei.
Bei den Damen holte sich Alexandra Engen den Sieg. Die Schwedin
dominierte das Zeitfahren und ihre Läufe. "Es war der erste Sprint in
meiner Karriere und ich konnte die Rennen gut kontrollieren. Es hat
sehr viel Spaß gemacht", meinte die 21-Jährige, die sich gegen Claudia
Seidel (Plauen) und Ines Thoma (Wildpoldsried) durchsetzte.
"Mir machen solche Rennen total viel Spaß, vielleicht bin ich deshalb
so gut", meinte Claudia Seidel, die mit ihrem zweiten Platz mehr als
zufrieden war.
14 Damen und 75 Herren hatten sich zum Centurion Sprint-Cup an den
Start gestellt und damit für eine Rekordbeteiligung gesorgt. Der
Olympiafünfte Marco Aurelio Fontana aus Italien, der zum ersten Mal
dabei war und Zehnter wurde, war angetan von dem Konzept. "Das sollte
bei allen Rennen dabei sein. Es macht Spaß und ist gut für die
Zuschauer. Ich liebe solche Kurse", sagte Fontana. Dass Sieger Ralph
Näf begeistert ist, versteht sich von selbst: "Von mir aus könnte das
Olympisch werden", sagte er mit einem Grinsen im Gesicht. Kaufmann
friert, zieht durch und gewinnt.
Der Uralan-Frühjahrsmarathon war geprägt von Dauer-Regen und kühlen
Temperaturen um fünf Grad Celsius. Die 447 Biker, die für einen
Teilnehmer-Rekord sorgten, kämpften sich durch die widrigen
Bedingungen, dem Ruf des Münsinger Mountainbike-Events wieder einmal
alle Ehre machte. In früheren Jahren war der Klassiker bekannt als
Schlechtwetter-Rennen, in den vergangenen Jahren "drohte" man den Ruf
zu verlieren.
Markus Kaufmann aus Tuttlingen setzte sich nach 43 Kilometern
schließlich durch und gewann die siebte Auflage des Kurzmarathons.
Kaufmann zog nach am ersten Anstieg das Tempo an, so dass eine
Spitzengruppe entstand, die irgendwann vier Fahrer klein wurde. "Wir
sind dann zu viert zusammen gefahren und als es am Schluss auf die
Cross-Country-Strecke habe ich durchgezogen und es hat geklappt",
schilderte Kaufmann die Entscheidung. Nach 1:36:40 Stunden kam er mit
lediglich acht Sekunden Vorsprung auf Christian Schneidawind (Zeil) und
17 Sekunden vor Thomas Nicke (Görlitz) ins Ziel. Pech hatte Lukas
Gerum, der nach einem Defekt als Vierter zu Fuß ins Ziel laufen musste
und 2:08 Minuten Rückstand aufwies, sich aber noch vor Benjamin Rudiger
ins Ziel retten konnte.
"Die Sichtverhältnisse waren schlecht und es war extrem kalt. Ich konnte fast nicht mehr schalten", sagte Kaufmann.
Bei den Damen war Vorjahressiegerin Martina Höllige (Bönnigheim) erneut
die Schnellste. In 1:54:44 Stunden lag sie deutlich vor Mailin Franke
(Wackersberg), die 1:57:29 Stunden benötigte. "Wir waren an der
Verpflegung noch zusammen, da wusste ich, jetzt muss ich Gas geben",
sagte Höllige, die auch die schlechte Sicht beklagte. "Ich glaube die
Brille für solches Wetter muss erst noch erfunden werden. Aber es war
ein toller Wettkampf."
Heike Hundertmark (Tübingen) rettete in 1:58:31 Stunden den dritten
Platz, 2,4 Sekunden vor Katrin Neumann (Sonthofen). "So eine
Schlammschlacht. Ich bin froh, dass es vorbei ist", lachte Hundertmark,
die Neumann erst auf dem letzten, technisch schwierigen Teil überholen
konnte.
Noch ein Hinweis: Am Sonntag ist in einem Livestream das Elite-Rennen
der Herren auf www.mtb-live.com und www.bikesportnews.de zu sehen.
16. April 2009
Die Rekorde purzeln: Mehr Teilnehmer, mehr Nationen
"Next world cup at Münsingen"
Der 23. Internationale MTB-Frühjahrsklassiker am 18./19. April in
Münsingen erlebt einen Boom, wie er kaum für möglich gehalten wurde.
Das hochkarätigste Teilnehmerfeld aller Zeiten, mit beiden
Olympiasiegern von 2008 und beiden Weltcup-Auftaktsiegern, und mit
Rekorden bei den Meldezahlen. Drei Tage vor dem Event stehen über 1200
Sportler auf der Liste.
Zur sportlichen Qualität des ältesten deutschen Mountainbike-Rennens
muss man nicht mehr viel sagen. Die Olympiasieger Sabine Spitz
(Murg-Niederhof) und Julien Absalon (Fra), die Gewinner des
Weltcup-Auftakts in Südafrika, Elisabeth Osl (Aut) und José Antonio
Hermida (Esp) und viele weitere Weltklassebiker wie die Weltmeisterin
von 2007 Irina Kalentieva (Rus) oder der Olympiafünfte Marco Aurelio
Fontana (Ita) werden sich auf dem schnellen 5,0 Kilometer langen Kurs
im Rahmen der Alb-Gold Classix packende Rennen liefern. Inzwischen hat
auch noch der Schwede Emil Lindgren gemeldet, der im Frühjahr auf
Zypern schon aufhorchen ließ.
Die deutschen Profis wie Vorjahressieger Wolfram Kurschat
(Neustadt/W.), Moritz Milatz (Freiburg) oder Adelheid Morath (Freiburg)
wollen aber ein Wörtchen mitreden, wenn es um die Podiumsplätze geht.
"Next world cup at Münsingen", schmunzelte ein französischer
Fachjournalist angesichts der Liste der prominenten Starter. Da sind
die Cape-Epic-Gewinner Karl Platt (Osthofen) und Stefan Sahm
(Mössingen) und andere fast schon Nebendarsteller.
Neben dieser sportlich wertvollsten Besetzung in der 22-jährigen
Geschichte des Münsinger Mountainbike-Rennens, gibt es schon vor der
23. Auflage weitere bemerkenswerte Schlagzeilen, weil einige Rekorde
purzeln werden. Mit über 1200 Voranmeldungen ist der Teilnehmerrekord
von 1112 vom Frühjahrsklassiker 2008 bereits übertroffen. Die Sportler
kommen aus 16 verschiedenen Nationen. Auch das ist Rekord. Die weiteste
Anreise hat die australische Delegation. "Das ist alles traumhaft",
schwärmt Hans Klug von der veranstaltenden Radabteilung der TSG
Münsingen.
Der 7. Uralan-Frühjahrs-Marathon schrieb bis Anfang der Woche bereits
410 Meldungen. Wenn sich das Wetter, wie angekündigt, zum Wochenende
wieder stabilisiert, wird wohl die Rekordzahl von 426 aus dem Jahr 2007
übertroffen. Meldeschluss ist Freitagabend. Nachmeldungen am Samstag
werden nicht mehr entgegen genommen. 500 sind als Teilnehmerlimit
festgesetzt.
Zum 2. Centurion Bundesliga-Sprint am Samstag (15 Uhr) haben sich
bereits 75 männliche Biker angemeldet. Das ist schon die Hälfte mehr
als vor einem Jahr und belegt, dass die neue Wettkampfform von den
Bikern angenommen wird. Nahezu alle "big names" werden den Sprint
bestreiten. Auch bei den Damen gehört der Sprint in diesem Jahr zur
Internationalen Bundesliga-Serie. Bis dato stehen 12 Sportlerinnen auf
dem Tableau, so dass es mindestens zu zwei Halbfinal-Läufen kommen
wird.
Bei den Herren werden nach dem Zeitlauf 30 Fahrer übrig bleiben, die
sich per Ausscheidungsrennen über fünf Viertelfinals und zwei
Halbfinals für das kleine und das große Finale qualifizieren.
Das erstmals ausgetragene U23-Bundesliga-Rennen am Sonntag (10.15 Uhr)
um den Zwiefalter Cup weist über 100 Meldungen auf. Die internationale
Besetzung weist darauf hin, dass die Entscheidung ein eigenes
U23-Rennen auszutragen und dem Nachwuchs eine Chance auf einen fairen
Wettkampf und auf Weltranglistenpunkte zu geben, richtig war. Das
U23-Rennen ist mehr als eine Randnotiz. Es verspricht, im Gegenteil,
schon am Sonntagvormittag aufregenden Sport.
Ferner stehen am Samstag und Sonntag auch die Nachwuchs-Sichtungsserien
des Bund Deutscher Radfahrer (BDR) vor ihrem Saisoneinstieg. Unter den
Augen der Bundestrainer Peter Schaupp (Grötzingen) und Thomas
Freienstein (Kaiserslautern) werden die Kategorien U15 bis U19 einer
ersten Prüfung unterzogen. Für die U19-Junioren geht es dabei schon
darum, im Hinblick auf eine Nominierung für die Europameisterschaft im
Juli auf sich aufmerksam zu machen.
Das gesteigerte (internationale) Interesse am Münsinger
Mountainbike-Event zeigt sich auch auf dem Ausstellungsgelände. Heiko
Klug, der Verantwortliche für die Buchung des Expo-Areals berichtet
auch da von einem Rekord. 26 Teams aus dem In- und Ausland haben einen
Stand gebucht. "Mir geht jetzt der Platz aus", bekennt er. Zwischen den
Teams finden sich auch noch zehn Aussteller mit verschiedenen
Produkten.
Fans haben die Gelegenheit Autogramme der beiden Olympiasieger zu
ergattern. Am Samstag um 14 Uhr wird Julien Absalon im Tourismus-Büro
der Stadt Münsingen für eine halbe Stunde für Signaturen zur Verfügung
stehen. Sabine Spitz erfüllt Autogrammwünsche am Sonntag um 14 Uhr am
Teamzelt des Central-Ghost-Teams.
12. April 2009
Weltcup-Revanche in Münsingen
Absalon gegen Hermida, Kalentieva gegen Osl
Der Klassiker wird halten, was er verspricht. Bei der 23. Auflage des
Münsinger Mountainbike-Rennens werden am kommenden Sonntag bei den
Alb-Gold Classix jeweils Sieger und Zweitplatzierter des
Weltcup-Auftakts in Südafrika am Start sein. Die Duelle heißen José
Hermida gegen Julien Absalon und Elisabeth Osl gegen Irina Kalentieva.
Aber es gibt noch mehr Siegkandidaten und -kandidatinnen.
Dass die Österreicherin Elisabeth Osl vom Central Ghost Pro Team als
Weltcupsiegerin nach Münsingen kommen würde, das hätte vergangene Woche
noch niemand geglaubt. Auch sie selbst nicht. Doch am Ostersamstag
düpierte sie in Pietermaritzburg, Südafrika, die Konkurrenz und gewann
das Auftaktrennen souverän.
Am Sonntag um 12.15 Uhr trifft sie erneut auf Irina Kalentieva vom
Topeak-Ergon-Team, die hinter ihr als Zweite ins Ziel gekommen war.
Die, in Aalen lebende, Russin hat in Münsingen noch nie gewinnen
können. Die schnelle Strecke auf der Schwäbischen Alb, kommt ihren
Kletterqualitäten nicht unbedingt entgegen. Allerdings auch nicht
Elisabeth Osl.
So ist zu erwarten, dass deren Teamchefin Sabine Spitz (Murg-Niederhof)
in das Revanche-Duell eingreifen wird. Die Olympiasiegerin war in
Münsingen schon dreimal erfolgreich. Sie kann mit dem Gelände
zweifellos gut umgehen. Die Magenprobleme, die sie in Südafrika
behinderten, dürften bis Sonntag eigentlich überwunden sein.
Neben diesen großen Drei sind mit Adelheid Morath (Freiburg) von
Rothaus-Cube und der Schwedin Alexandra Engen zwei weitere
Sportlerinnen am Start, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Und die
Bundesliga-Gesamtsiegerin 2008, Sabrina Enaux (Frankreich) die im
vergangenen Jahr in Münsingen Zweite wurde, muss man da auch mit
einbeziehen.
Die Dauer-Rivalen bleiben nicht unter sich
Bei den Männern, die um 14.00 den Startschuss erwarten, ist die Zahl
der Sieganwärter noch größer. José Antonio Hermida (Multivan-Merida)
der das hoch spannende Weltcup-Rennen in Südafrika gewinnen konnte, hat
jetzt zwar vier Weltcup-Siege auf seinem Konto, aber in Münsingen noch
nie gewonnen. Zweimal hinderten ihn Defekte. Ob ihm diesmal wohl sein
Dauer-Rivale Julien Absalon (Orbea) den Klassiker-Sieg verwehren wird?
In Pietermaritzburg trennten den Spanier und den Franzosen nur 32
Sekunden. Absalon gilt als Maß aller Dinge. Er ist nicht nur
Doppel-Olympiasieger, sondern auch vierfacher Elite-Weltmeister und
17-facher Weltcupsieger. Damit liegt er gleichauf mit MTB-Legende
Thomas Frischknecht aus der Schweiz und es scheint nur eine Frage der
Zeit, wann der 28-Jährige aus den Vogesen der alleinige Rekordhalter
sein wird.
Das Weltklasseduo, das schon in Athen 2004 gemeinsam auf dem Treppchen
stand, ist am Sonntag aber nicht ohne echte Konkurrenz. Wolfram
Kurschat, (Topeak-Ergon) Münsingen-Sieger 2008 aus Neustadt/W., bot in
Pietermaritzburg eine hervorragende Vorstellung und katapultierte sich
mit Rang fünf mitten in die Weltspitze. Der Deutsche Meister des Jahres
2007 wird ein Wörtchen mitreden, genauso wie der Schweizer WM-Dritte
des vergangenen Jahres, Ralph Näf, (Multivan-Merida), der an Ostern
krank zuhause bleiben musste und deshalb umso motivierter sein wird.
Dann sind da noch die beiden Cannondale-Fahrer Martin Gujan (Schweiz)
und Marco Aurelio Fontana (Italien). Der eine 2005 und 2006 in
Münsingen erfolgreich und in Pietermaritzburg 13. , der andere
Olympiafünfter und vergangene Woche ebenfalls krank. Diese illustre
Palette wird ergänzt vom Deutschen Vizemeister Moritz Milatz
(Freiburg), der in Südafrika 15. werden konnte, obwohl er gleich nach
dem Start in einen Massensturz verwickelt war und das Feld von hinten
aufrollen musste.
Internationale MTB-Bundesliga
Sprint jetzt auch für Frauen
Der 1. Bundesliga Sprint-Cup 2008 war reine Männersache. In dieser
Saison gilt die Ausschreibung der Sprint-Rennen auch für die Frauen. In
Münsingen können erstmals auch die Damen um Punkte für die
Gesamtwertung sprinten.
So ganz stimmt die Aussage natürlich nicht, denn bereits im vergangenen
Jahr haben in Münsingen und an ein paar anderen Orten Damen ein
Sprint-Rennen bestritten. Offiziell ausgeschrieben war das jedoch
nicht. Dennoch war zum Beispiel Olympiabronzemedaillengewinnerin Irina
Kalentieva (Russland) nach ihrer Teilnahme in Münsingen begeistert:
"Das ist das beste, was es gibt", zeigte sie sich damals ganz
euphorisch.
Es gab, zumindest leise, Proteste gegen die Ungleichbehandlung und da
es keinen ernsthaften Grund gibt, diese neue attraktive Form des
Mountainbike-Wettkampfs nicht auch für Frauen anzubieten, entschloss
sich die Arbeitsgemeinschaft MTB-Bundesliga dazu den Damen-Sprint ins
Programm zu hieven.
Da mit einer geringeren Teilnehmerzahl zu rechnen ist, wurde die
Punkteverteilung auf die Plätze eins bis zwölf beschränkt. Treten
weniger als 18 Sportler an, das gilt auch für die Herren, fließt das
Ergebnis nicht in die Gesamtwertung ein. Bei den Männern wird das
jedoch sicher nicht der Fall sein. Schon 2008 waren immer mindestens 40
Biker gemeldet und schon jetzt stehen in Münsingen eben jene 18 Fahrer
auf der Liste.
Für die Männer geht die der Sprint-Cup in die zweite Saison und echte
Änderungen musste man nach dem erfolgreichen Premierenjahr nicht
vornehmen. Es bleibt bei Zeitlauf, Viertel-, und Halbfinale, so wie
großem und kleinem Finale. Wer das Ziel nicht passiert, kommt nicht in
die Wertung. Die Punkte werden ins Gesamtklassement mitgenommen, die
U23-Fahrer nehmen sie jetzt in ihre extra U23-Serie mit.
Internationale MTB-Bundesliga 2009
Termine
05. April Goseck (nur U23, kein Sprint)
17./18. April Münsingen (C1)
9./10. Mai Saalhausen (C2)
16./17. Mai Heubach (HC, kein Sprint)
13./14. Juni Albstadt (HC)
27./28. Juni Wetter/R. (C1)
15./16. August Bad Salzdetfurth (C1)
23. internationaler MTB-Frühjahrsklassiker
am 18./19. April in Münsingen
mit dem 1. Lauf MTB-Bundesliga 2009
ALB-GOLD CLASSIX
"Paris-Roubaix der Mountainbiker"
und mit dem
7. URALAN-Frühjahrsmarathon
04. März 2009
Fünf Wochen vor dem Start:
Frühjahrsmarathon boomt - Schon jetzt 230 Meldungen
Bei seiner siebten Auflage erlebt der Uralan Frühjahrsmarathon im
Rahmen des 23. internationalen MTB-Klassikers einen Run auf die 500
Startplätze. Fünf Wochen vor dem Start sind bereits über 230 Biker
gemeldet.
"Das ist ungewöhnlich", sagt Organisationschef Hans Klug über die Zahl
der Meldungen zum Uralan-Frühjahrsmarathon zu diesem frühen Zeitpunkt.
"Sehr ungewöhnlich". Auf 500 Startplätze hat man das Kontingent in
Münsingen beschränkt. Ob diese Marke erreicht wird, hängt wohl in
erster Linie vom Wetter ab. Der Schnee, der zurzeit noch auf der
Schwäbischen Alb und damit auch im Marathon-Kurs liegt, dürfte keine
Rolle mehr spielen, doch den Hobbyfahrern in der Region fehlt derzeit
noch die Trainingsmöglichkeit. Umso erstaunlicher sind die Zahlen auf
der Startliste.
Im vergangenen Jahr hatte man die gleiche Anzahl an Meldungen erst zwei
Wochen später. Aufgrund der kühlen Witterung wurde dann aber der Rekord
aus dem Jahr 2007 verpasst. Damals waren es 426 Teilnehmer, die auf den
43 Kilometer langen Kurs mit seinen 850 Höhenmetern gingen. Gestartet
wird wieder um 9.30 Uhr in der Stadtmitte, diesmal allerdings vor dem
Münsinger Rathaus. Bis zum Erreichen des Veranstaltungsgeländes im
Wiesental ist das Rennen neutralisiert.
Die Sieger 2007 hießen Benjamin Schmieg und Martina Höllige. Der
Uralan-Frühjahrsmarathon bildet zum siebten Mal den Auftakt in das
traditionelle MTB-Wochenende, dessen Höhepunkt der internationale
Frühjahrsklassiker der Damen und Herren am Sonntagnachmittag sein wird,
zu dem unter anderem die beiden Olympiasieger Sabine Spitz und Julien
Absalon erwartet werden. Die Elite-Rennen sind gleichzeitig
Auftaktrennen zur MTB-Bundesliga-Serie 2009, die der Nachwuchsklassen
bis U15 gehören auch zur nationalen Sichtungsserie des Bund Deutscher
Radfahrer (BDR).
14. Februar 2009
Absolute Topstars der Szene melden zum Bundesliga-Auftakt
Goldene Zeiten in Münsingen:
Olympiasieger Spitz und Absalon kommen
Der internationale MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen geht am 18. und
19. April in seine 23. Auflage. Absolutes Highlight in der
Veranstaltungshistorie: Beide Olympiasieger von Peking, Sabine Spitz
und Julien Absalon, haben ihren Start beim Bundesliga-Auftakt
bestätigt.
Mit Julien Absalon wird der bedeutendste aktuelle Mountainbiker beim
Frühjahrsklassiker am Start sein. Zum ersten Mal kommt der Franzose
nach Münsingen und er kommt nicht nur als zweifacher Olympiasieger,
sondern als absolute Nummer eins im Cross-Country-Sport. Insgesamt
sieben Weltmeistertitel hat der Mann aus den Vogesen auf seinem Konto,
vier davon in der Eliteklasse. 17 Weltcupsiege hat der Orbea-Biker
zwischen 2001 und 2008 verbucht und so mit dem Rekordmann Thomas
Frischknecht aus der Schweiz gleich gezogen. Der 28-Jährige ist also
auf dem besten Weg eine Mountainbikelegende zu werden. Ein Idol ist er
schon längst.
Kein Wunder, dass man bei Veranstalter in der Bike begeisterten Region
von goldenen Zeiten spricht: "Sportlich ist das es das absolute
Highlight in unserer Geschichte", sagt Organisationschef Hans Klug, "es
kann eigentlich nicht mehr besser kommen."
Das gilt schon deshalb, weil mit Sabine Spitz (Murg-Niederhof) auch
noch die weibliche Olympiasiegerin am Start sein wird. Die Südbadenerin
ist indes Stammgast in Münsingen. Schon seit 1995, als sie dort ihr
erstes Rennen in der nationalen Serie bestritt. Fünf Jahre nachdem sie
auf der Alb als amtierende Weltmeisterin im Regenbogen-Trikot antrat,
darf man die Teamchefin des Central-Ghost-Pro-Teams jetzt beim ältesten
deutschen Cross-Country-Rennen sogar als Olympiasiegerin ankündigen.
PRESSETEXT, Abdruck honorarfrei !
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PRESSE 2008
Deutsche Siege in Münsingen:
Großes Publikum bejubelt Sabine Spitz und Wolfram Kurschat
Vor mehreren tausend Zuschauern sorgten Sabine Spitz und Wolfram
Kurschat beim 22. MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen nach mehreren
Jahren Pause wieder für deutsche Siege. Spitz distanzierte beim
Bundesliga-Auftakt die Französin Sabrina Enaux und Weltmeisterin Irina
Kalentieva (Russland). Wolfram Kurschat ließ José Antonio Hermida
(Spanien) und Ralph Näf (Schweiz) hinter sich.
Sechs Jahre hatte es gedauert, ehe Sabine Spitz in Münsingen wieder
ganz oben auf dem Podium ins Publikum winken konnte. Die 35-Jährige
siegte nach 23,8 Kilometer in 1:26:50 Stunden mit 19 Sekunden Vorsprung
auf die überraschend starke Sabrina Enaux und mit 51 Sekunden vor Irina
Kalentieva.
Zu Beginn des Rennens führte Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle (Norwegen)
die Konkurrenz an. Sabine Spitz folgte an zweiter Position und schloss
nach zwei von fünf Runden zu Dahle auf. In der dritten Runde ging
Sabine Spitz in Führung, während die Norwegerin kurz vor Ende der
dritten Runde den Wettkampf verließ um ihre Kräfte für den Weltcup am
kommenden Sonntag in Belgien zu schonen. „Ich hatte das Gefühl, dass
ich mich bei einem kompletten Rennen nicht hätte regenerieren können“,
begründete Dahle ihren Ausstieg.
Enaux freut sich über die Atmosphäre
Das vergrößerte Spitz’ Vorsprung auf Rang Zwei, um den jetzt eine
dreiköpfige Verfolgergruppe kämpfte, gleich drastisch. Mit einer
knappen Minute Vorsprung fuhr die Europameisterin zu ihrem dritten
Münsingen-Sieg nach 2001 und 2002. In der letzten Runde verlor sie
durch einen Fahrfehler noch etwas Zeit, doch der Sieg geriet nicht mehr
in Gefahr. „Ich habe mich gut gefühlt, es hat alles gepasst. Es ist
schön hier in Münsingen mal wieder ganz oben zu stehen“, strahlte
Sabine Spitz.
Die Französin Sabrina Enaux freute sich riesig über ihren zweiten
Platz. „Ich mag es, wenn es so rutschig ist. Die Atmosphäre hier war
toll“, sagte sie nach ihrem Münsingen-Debut.
Weltmeisterin Irina Kalentieva war nicht unzufrieden mit ihrem
Ergebnis. „Es war schwer heute. Ich hatte wie schon vor zwei Wochen am
Anfang Schwierigkeiten und gewartet ob es besser gehen würde. Das ging
dann auch, aber es war dann schon zu spät“, meinte die Russin.
Hinter der WM-Fünften Rosara Joseph (Neuseeland), die mit 1:17 Minuten
Rückstand Vierte wurde, Elisabeth Osl (Österreich, 2:01) kamen Ivonne
Kraft (Gaggenau, 5:30) und Nina Wrobel (Freiburg, 5:41) als nächste
Deutsche ins Ziel.
Die U23-Wertung ging an Agnes Naumann (Freiburg), die sich als Elfte
der Tageswertung mit 10,34 Minuten Rückstand auf Spitz, knapp vor ihrer
Rothaus-Cube Teamkollegin Hanna Klein (Freiburg) und Silke Schmidt
(Eppelborn) die Nachwuchswertung sichern konnte.
Pit-Stop bei Hermida bringt Vorentscheidung
Das Herren-Rennen lief schnell auf ein Duell zwischen dem Deutschen
Meister Wolfram Kurschat (Neustadt/W.) und Europameister José Hermida
hinaus. Dessen Multivan-Merida-Teamkollege Ralph Näf (Schweiz)
verpasste in der ersten Runde den Anschluss und blieb dann erst mal in
der Verfolgergruppe sitzen um keinen Konkurrenten an seinen
Teamkameraden heran zu führen.
So kämpften Kurschat und Hermida um den Sieg beim Bundesliga-Auftakt.
Eine Vorentscheidung fiel, als in der vierten von sieben Runden, als
sich die zehn Sekunden Vorsprung von Hermida in 30 Sekunden Rückstand
verwandelten. Der Spanier hatte wegen eines Defekts am Kettenüberwerfer
einen „Pit-Stop“ einlegen müssen. Er kämpfte sich noch einmal bis auf
15 Sekunden heran, als er bemerkte, dass sein Vorderrad Luft verlor.
Keine zwei Runden vor dem Ende, verzichtete er darauf seine Luftpatrone
zu benutzen. „Dann wäre es ohnehin aus gewesen. Ich habe es so probiert
aber in den Kurven dann immer zuviel Zeit verloren“, erzählte Hermida
im Ziel, das er nach 33,7 Kilometern schließlich mit 46 Sekunden
Rückstand auf Kurschat (1:38:08 Stunden) erreichte.
Der Pfälzer indes feierte seinen ersten Münsingen-Sieg und freute sich
über seine, wie er sagte, „gigantische Form“. Ohne zu wissen, welches
Problem Hermida tatsächlich gehabt habe, hätte er gedacht, dass der
Spanier noch einmal zurück kommen würde. „Ich bin kontrolliert gefahren
und habe die letzten beiden Runden noch einmal Vollgas gegeben“,
erzählte Kurschat, der 2007 Bundesliga-Gesamtsieger war.
Ralph Näf wurde sicherer Dritter vor dem Dänen Peter Riis Andersen, der
eine starke Teamleistung von Alb-Gold anführte. Hinter Moritz Milatz
(Freiburg) und dem Polen Marek Galinski kamen Torsten Marx (Hechingen),
Tim Böhme (Freiburg) und Jochen Käß (Weil im Schönbuch) auf die Plätze
Sieben, Acht und Neun.
Die U23-Wertung ging an den Schweizer Fabian Giger, der auf Platz 14
schnellster Nachwuchsfahrer war. Mit Andy Eyring (Münnerstadt) auf
Platz 18 und Felix Euteneuer (Freiburg) auf Rang 19 standen zwei
19-jährige Deutsche mit Giger auf dem Podium.
Teilnehmer-Rekord: 1112
1112 Teilnehmer bedeuteten bei der 22. Auflage des Frühjahrsklassikers
zum dritten Mal in Folge Rekord. So fiel das Fazit beim Veranstalter
TSG Münsingen auch entsprechend positiv aus. Die Zuschauerzahl war
etwas geringer als 2007, doch das war mit der unsicheren Wetterlage,
die auch am Sonntag ein paar Regentropfen brachte, zu erklären.
„Münsingen ist mein Lieblingsrennen. Es gibt immer zwei Rennen und die
Stimmung ist echt cool“, sagte Vorjahressieger Ralph Näf, der am Vortag
den Sprint gewonnen hatte. Dieses Fazit quittierte Organisationschef
Hans Klug mit einem zufriedenen Lächeln.
Centurion Sprint-Cup
Ralph Näf gewinnt Premiere
Überaus positive Resonanz auf neue Wettkampfform
Mit dem Sieg des Schweizers Ralph Näf endete am Samstagabend in
Münsingen der Centurion Sprint-Cup. Vor über 500 Zuschauern fuhr
überraschend der 19-Jährige Andy Eyring (Münnerstadt) vor Jochen Käß
aus Weil im Schönbuch über die Ziellinie. Das Show-Rennen der Damen
entschied Weltmeisterin Irina Kalentieva für sich. Teilnehmer wie
Publikum waren vom ersten Bundesliga-Sprint begeistert.
Drei Alb-Gold-Biker im Finale waren nicht genug, um Vizeweltmeister
Ralph Näf zu schlagen. Der Eidgenosse übernahm auf den knapp zwei
Kilometern sofort das Kommando. Andy Eyring setzte sich in der ersten
Kurve an die zweite Position vor dem Schweizer Nicola Rohrbach, dann
folgten die drei Alb-Gold-Biker.
Während Peter Riis Andersen (Dänemark) müder wurde und auch Klaus
Nielsen (Dänemark) nichts mehr hinzu setzen konnte, kam Jochen Käß noch
einmal ganz stark auf. Er war in der Lage eine 40 Meter große Lücke zu
Eyring zu schließen und sorgte in den letzten beiden Kurven noch einmal
für Spannung.
Auf der Zielgerade verteidigte Ralph Näf seine Führung ganz knapp vor Eyring, der Käß gerade noch in Schach halten konnte.
„In der Qualifikation war ich nur 15., doch dann bin ich mit jedem Lauf
besser in Fahrt gekommen. Das ist schon ein spezieller Modus, da musst
du deine Kräfte auch einteilen. Aber es ist eine sehr gute Sache. So
muss Mountainbike sein“, sagte Ralph Näf.
Der 27-Jährige verwies auch auf seine Konkurrenten. „Die jungen
Deutschen haben mich echt überrascht.“ Dieses Lob galt dem
Überraschungszweiten Andy Eyring. Der Deutsche Juniorenmeister, der in
ersten U23-Jahr steht, konnte auf diese kurze Distanz mit den ganz
Großen des Metiers mithalten. „Das war geil. Aber man musste auch
taktisch fahren. Die ganze Zeit von vorne, das ist ganz schön hart. Das
hat man auch bei Ralph im Finale gesehen“, kommentierte Eyring.
Jochen Käß kam ein wenig zu spät in Fahrt, sonst hätte er im Finale
sogar noch zum Erfolg kommen können. „Mir ging es von Lauf zu Lauf
besser. Nach dem Zeitlauf hatte ich nicht gedacht, dass es bis ins
Finale reicht“, sagte er und im Blick auf die neue Wettkampfform: „Das
ist eine gute Sache, das System ist fair. Auf jeden Fall weitermachen.“
Nicola Rohrbach belegte Rang Vier vor Peter Riis Andersen und Klaus
Nielsen. Auch im kleinen Finale trumpfte ein gerade dem Juniorenalter
entwachsener Biker auf. Felix Euteneuer (Freiburg) vom Team
Rothaus-Cube wurde Siebter und ließ damit auch Größen wie
Weltcup-Sieger Fredrik Kessiakoff (Schweden) hinter sich.
Obwohl die Damen im Grunde nur ein Show-Rennen bestritten, war
Weltmeisterin Irina Kalentieva völlig begeistert für die
Wettkampf-Form. „Ich hätte nie gedacht, dass das so viel Spaß macht.
Das Gelände, die Kurven, die Zuschauer, das ist das beste was es gibt“,
äußerte sie sich ganz enthusiastisch, nachdem sie vor Heike Hundertmark
(Tübingen) und Adelheid Morath (Freiburg) gewonnen hatte.
Organisationschef Hans Klug war wie alle Beteiligten mehr als zufrieden
mit der Premiere des Centurion Sprint-Cups. „Das war genial, das hat
auf jeden Fall Zukunft“, freute er sich über die gelungene Premiere,
die beim nächsten Bundesliga-Lauf in Heubach ihre Fortsetzung findet.
Auch Bundestrainer Frank Brückner war angetan. „Sehr gelungen“, nannte er das Debut.
1. Ralf Näf (Schweiz/ Multivan-Merida)
2. Andy Eyring (Münnerstadt/ XLC Haibike)
3. Jochen Käß (Weil im Schönbuch/ Alb-Gold)
4. Nicola Rohrbach (Schweiz/ central-Ghost)
5. Peter Riis Andersen (Dänemark/ Alb-Gold)
6. Klaus Nielsen (Dänemark/ Alb-Gold)
7. Felix Euteneuer (Freiburg/ Rothaus-Cube)
8. Barry Hayes (Prasdorf/ Prisma-Ferring)
9. Heiko Gutmann (Münstertal/ Rothaus-Cube)
10. Jochen Coconcelli (Metzingen/ Zwillingscraft)
11. Sebastian Bergmann (Ergoldsbach/ Ghost Racing Team)
12. Wilko Rochow (Schömberg/ Mayer-Stevens)
13. Steffen Thum (Aalen/ Mayer-Stevens)
14. Michael Rieder (Moosburg/ Ghost Racing Team)
15. Calle Friberg (Schweden/ SRM-Stevens)
16. Matthias Pfrommer (Calw/ Radax-Aktin)
17. Fredrik Kessiakoff (Schweden/ Full Dynamix)
18. Pascal Ketterer (Titisee-Neustadt/ RSV Hochschwarzwald)
Centurion Sprint-Wettbewerb
Premiere mit Punkten
Hermida, Näf, Sahm und die Damen
Der Skilanglaufsport stand Pate beim neuen Sprint-Wettbewerb, der beim
22. Internationalen Frühjahrsklassiker in Münsingen am Samstag zum
ersten Mal als Bundesliga-Rennen ausgetragen wird. Das
zukunftsträchtige Rennen im Ausscheidungsmodus verspricht Hochspannung.
In Münsingen gibt es den Centurion-Sprint übrigens auch für Damen.
Es könnte ein Schritt in die Zukunft sein und wenn man den Initiatoren
glaubt, dann ist es das auch. Die Arbeitsgemeinschaft MTB-Bundesliga
hat beschlossen einen neuen Wettbewerb ins Wochenendprogramm zu hieven.
Nicht als Show-Event sondern als ernsthafter Wettkampf, in dem es nicht
nur Preisgeld sondern auch Bundesliga-Punkte zu erkämpfen gibt, der für
Sportler wie Zuschauer eine Attraktion sein wird und gleichzeitig
Motivation für junge Fahrer ist.
„Da bin ich auf jeden Fall dabei“
Zum Beispiel, wenn sie im direkten Duell, etwa mit den Weltklassebikern
José Hermida oder Ralph Näf, ihre Qualitäten zuerst im Zeitlauf und
später vielleicht im Viertelfinale unter Beweis stellen können. Der
eine oder andere Favoritensturz ist da durchaus auch gewollt. Die
beiden Multivan-Merida-Biker haben ihre Teilnahme bereits angekündigt.
„Das hört sich gut an, da bin ich auf jeden Fall dabei“, meinte
Vize-Weltmeister Ralph Näf. Unter anderen hat sich neben der ganzen
Alb-Gold-Equipe auch Bulls-Fahrer Stefan Sahm angekündigt, der nach der
Belastung des Cape-Epic-Etappenrennens zwar schweren Herzens auf den
Cross-Country-Lauf verzichten muss, im Centurion-Sprint aber gerne
Intensiv-Belastung sammeln will.
Centurion-Sprint auch für Damen
Obwohl im Pilotjahr für die Damen der Sprint (noch) nicht als
Bundesliga-Wettkampf eingeführt wird, öffnet die TSG Münsingen auch für
die Damen die Möglichkeit den Sprint zu fahren. Die Frauen hatten bei
den Show-Rennen der Vergangenheit ja nie die Gelegenheit dabei zu sein.
„Ich finde, es spricht nichts dagegen. Wenn sich zwölf Frauen anmelden,
dann sind sie dabei“, verspricht OK-Chef Hans Klug den Damen wenn nicht
Bundesliga-Punkte, so doch auch Preisgeld.
Das Team Rothaus-Cube hat neben den Männern auch bereits vier Damen
gemeldet. Teamchef Patrik Faller zählt zu den Initiatoren des neuen
Wettbewerbs. „Endlich erleben wir mal einen fairen Wettkampf“, freut er
sich und verweist auf die großen Starterfelder bei den Herren-Rennen,
in denen es in den ersten Runden häufig zu Behinderungen kommt.
Man musste den Sprint-Wettbewerb nicht neu erfinden. Im
Skilanglaufsport gibt es ihn schon und da die Sportarten von der
Belastung her vergleichbar sind, lässt sich das Vorbild problemlos
umsetzen und man konnte auf die Erfahrungen der Nordischen zurück
greifen. Aus dem Zeitlauf kommen die besten 30 ins Viertelfinale, wo
sich in fünf Läufen jeweils die besten Sechs duellieren. Die ersten
Zwei kommen direkt weiter. Gemeinsam den zwei Zeitschnellsten der
Verlierer bilden sie das Halbfinale, in dem genauso verfahren wird.
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22. internationaler MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen am 12./13. April 2008
ALB-GOLD CLASSIX
„Paris-Roubaix der Mountainbiker“
unterstützt von Schwörer Haus und Autohaus Illig
und dem 6. URALAN-Frühjahrsmarathon
Abdruck honorarfrei !
6. URALAN-Frühjahrsmarathon
Bereits jetzt über 200 Meldungen
Lokalmatador Uwe Hardter ist dabei
Für den 6. URALAN-Frühjahrsmarathon am Bundesliga-Wochenede in
Münsingen, strömen trotz der österlichen Schneefälle die Meldungen
herein. Ex-Gerolsteiner-Profi Uwe Hardter hat gemeldet und freut sich
auf sein Heimrennen.
Wenn man zurzeit aus dem Fenster blickt, überkommen den Betrachter
nicht gerade Frühlingsgefühle. Trotzdem stehen knapp drei Wochen vor
dem 6. Uralan Frühjahrsmarathon bereits weit über 200 Namen in der
Meldeliste. Das deutet darauf hin, dass man an die Marke von 500
herankommen wird. Bei dieser Zahl hat die TSG Münsingen die Grenze
gesetzt. Danach wird die Meldeliste geschlossen. Nachmeldungen sind
ohnehin nur bis zum Freitag, 11. April möglich.
Unter denen, die bereits in der Liste stehen, befinden sich auch beide
Vorjahres-Sieger. Lukas Kubis aus Neuhausen/Fildern und Gaby Stanger
(Bad Urach) vom Team Alb-Gold wollen ihre Siege wiederholen.
Zu Kubis’ Konkurrenz auf den 42 Kilometern mit ihren 930 Höhenmetern
wird auch der Münsinger Uwe Hardter zählen. Der Ex-Straßenprofi, der
jetzt für das Team Rothaus-Cube in die Mountainbike-Pedale tritt, lässt
es sich natürlich nicht nehmen auf heimischem Terrain anzutreten.
Mit dem Uralan-Frühjahrsmarathon, der technisch vergleichsweise einfach
gehalten ist, müsste er eigentlich gut zurecht kommen. „Ich freue mich
schon darauf, mal wieder in Münsingen ein Rennen zu bestreiten. Das ist
für mich etwas Besonderes“, sagt Hardter, der inzwischen in Freiburg
lebt.
Bei der Alb-Gold-Trophy stand er immerhin schon einmal auf dem Podium.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Pressedienst
Erhard Goller
+49170-1685289
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Alles noch bunter:
Premiere in Münsingen: Sprint-Cup
Nachwuchs-Bundesliga komplett
In weniger als sieben Wochen fällt in Münsingen der Startschuss zur
Internationalen MTB-Bundesliga. Am 12. und 13. April werden wieder über
1000 Mountainbiker erwartet, darunter Weltklassesportler, die auch im
August in Peking um olympische Medaillen streiten werden. Dazu kann
Münsingen als erstes Bundesliga-Rennen 2008 mit einer Premiere
aufwarten: Der Auftakt zum Sprint-Cup.
Wie so oft darf die Radabteilung der TSG Münsingen den Vorkoster für
eine Neuerung spielen. In diesem Fall, dem Sprint-Cup, machen es Hans
Klug und seine Helfer aber gerne. Schließlich trifft sich der
Sprint-Cup mit einer Idee, die er selbst schon vor einem Jahr im
Hinterkopf hatte. Aus seinem Short Race wollte er ein Sprint-Rennen
machen, das dem angelehnt ist, was der Weltskiverband FIS bei den
Skilangläufern schon seit Jahren erfolgreich praktiziert. 2007 wurde
mit Abstrichen dieses Konzept beim "Sixpack"-Rennen in St. Märgen
bereits erfolgreich praktiziert.
Die Arbeitsgemeinschaft MTB-Bundesliga hat sich auf einen Sprint-Cup
genau nach diesem Modus verständigt. Das genaue Regularium ist zwar
noch nicht veröffentlicht, doch das Prinzip ist klar. Es wird ein
Zeitfahren geben, das über die Einteilung in einzelne
Ausscheidungsläufe mit jeweils sechs bis zehn Fahrern entscheidet. Die
werden dann bis zum kleinen und großen Finale gefahren.
Es wird Punkte für die Gesamtwertung der MTB-Bundesliga geben und am
Ende der Saison werden die Sprint-Könige bei den Damen und den Herren
gekürt.
Bundesliga von der Elite bis zur U15 - Meldegrenze für Uralan-Marathon
Zum ersten Mal werden in Münsingen auch Rennen für alle nationalen
Serien von der U15 bis zur Elite ausgetragen. Zuletzt waren lediglich
noch die Junioren mit ihrer Bundesliga bei der Elite dabei, einige
Jahre zuvor auch die Jugend U17. Dass auch die Schüler U15 am
Bundesliga-Wochenende ihren Auftakt feiern, das ist völlig neu und
führt damit die ganze MTB-Familie zusammen.
Dem 6. Uralan Frühjahrsmarathon wurde eine Meldegrenze verpasst. Bei
500 Meldungen wird die Liste geschlossen werden. Wer bei den beliebten
42 Kilometern dabei sein will, sollte sich also möglichst bald dazu
entschließen. 2007 waren es 426 Starter und bisher hatte jedes Jahr
eine Steigerung erlebt.
Elite-Rennen vor der Olympia-Quali - Fahnen und Medienturm
Den Höhepunkt bilden sicherlich die Cross-Country-Rennen am Sonntag.
Eine Woche vor dem Weltcup-Auftakt in Houffalize, Belgien, müssen die
Biker schon gut in Form sein. Denn 2008 ist ein olympisches Jahr und
mit Houffalize beginnen nicht nur für die deutschen Biker die
Qualifikationsrennen für Peking. So darf man in Münsingen mit Interesse
beobachten, wie sich Sabine Spitz und Co. gegen die internationale
Elite schlagen werden.
Übrigens arbeitet man in Münsingen schon fleißig im Bikepark. Der sechs
Meter hohe Medienturm wurde inzwischen aufgestellt und Mitarbeiter der
Stadtverwaltung haben entlang der so genannten "Zuschauerbanane" 20
Befestigungen für Fahnenmasten eingebaut. Es wird also nicht nur das
Wochenendprogramm noch bunter.
PRESSETEXT, Abdruck honorarfrei !
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PRESSE 2007
21. internationaler MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
ALB-GOLD CLASSIX
"Paris-Roubaix der Mountainbiker"
unterstützt von Schwörer Haus und Autohaus Illig
und dem
5. URALAN-Frühjahrsmarathon
Geschichte verpflichtet: Weltklassebesetzung ist Standard
Titelverteidiger Dahle und Gujan sind dabei
Vom Uralan-Frühjahrsmarathon über den Schwörer Haus Jugend-MTB-Tag und
das FGK Short Race hat der Mountainbike-Frühjahrsklassiker in Münsingen
am 14. und 15. April wieder alles im Programm was das Herz der
Offroad-Liebhaber höher schlagen lässt. Und als Höhepunkt natürlich die
ALB-GOLD CLASSIX, die Elite-Rennen der internationalen MTB-Bundesliga.
Wie zuletzt immer, mit einem Feld, das absolute Weltklasse verkörpert.
Münsingen, Mountainbike und kein Ende. Zum 21. Mal ohne
Unterbrechung wird das Münsinger Wiesental in vier Wochen Schauplatz
eines internationalen Cross-Country-Rennens. Noch vor der Anerkennung
der Verbände als Radsport-Disziplin und nur fünf Jahre nachdem die
Firma Centurion das erste Mountainbike in Deutschland auf den Markt
brachte, hat sich die TSG Münsingen 1987 als eine Art Pionier für die
Disziplin hervor getan. Geschichte verpflichtet. Fünf Wochen vor dem
Wettkampfwochenende, das den Auftakt zur internationalen MTB-Bundesliga
bildet, stehen die Zeichen erneut auf ein hochkarätiges
Erscheinungsbild. Die Meldeliste beginnt sich zu füllen und sie
verspricht wieder Weltklasseniveau. Von Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle
(Norwegen), die in Münsingen den Hattrick schaffte, über ihre
Multivan-Merida-Teamkollegen José Hermida (Spanien) und Ralph Näf
(Schweiz) bis zu Vorjahressieger Martin Gujan und dessen
Athleticum-Kameraden, reichen bereits jetzt die Startzusagen. Für die
deutschen Topfahrer ist Münsingen ohnehin eine Standardgröße, die in
den Rennkalender gehört wie der Sattel zum Bike.
Am Samstag: Lang, jung und kurz
Zum fünften Mal gehört der Uralan-Frühjahrsmarathon über knapp 40
Kilometer ins Programm. Dessen Teilnehmerzahlen haben sich Jahr für
Jahr nach oben entwickelt, 310 waren es im vergangenen Jahr. Schon
immer hatte der Nachwuchs Platz im Event-Wochenende. Der Schwörer Haus
Jugend-MTB-Tag reicht von der Klasse U9 bis ins Lager der Jugendfahrer.
Die Schüler kommen übrigens als Erste in den Genuss im neuen Bikepark
ein Rennen fahren zu dürfen. Die einfachere Schleife für den Nachwuchs
wird dann, zwei Monate vor der offiziellen Eröffnung, bereits fertig
sein.
Das FGK Short Race, die Blitzvariante des XC-Sports, wird für die
Profis den Auftakt und für den Samstag den sportlichen Schlusspunkt
setzen. Die heiße Jagd geht über acht Runden im Bikepark und ist für
Zuschauer komplett einzusehen.
21. MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen
Uralan Frühjahrsmarathon
am 14. und 15. April 2007
Münsinger MTB-Park nimmt Konturen an
Banane und Hühner
Sieben Wochen vor dem Auftakt zur MTB-Bundesliga am 14. und 15. April
wird in Münsingen mächtig gebuddelt. Der Cross-Country-Bikepark hat
bereits Konturen angenommen.
Nein, der berüchtigte Starthang wird nicht eingeebnet. Wäre auch schade
um das Charakteristikum des Frühjahrsklassikers auf der Schwäbischen
Alb. Aber immerhin wird der Untergrund etwas befestigt, so dass die
Cross-Country-Biker am Berg besseren Grip unter den Reifen haben
werden. Im Start-Ziel-Areal im Wiesental sind dennoch schon
beträchtliche Veränderungen sichtbar. Der milde Winter hat den Helfern
der TSG Münsingen und der Firma Garten Moser viele Arbeitsstunden am
Projekt Münsinger MTB-Park ermöglicht. Die Konturen der künftigen
Trainings- und Wettkampfanlage werden schon offensichtlich.
Ideen aus dem Urlaub
Von der Aqua-Challenge, einem Teichkonstrukt, sind bis jetzt nur tiefe
Löcher zu erkennen. Der Zuschauerwall, von dem aus man das gesamte
Areal überblicken kann, ist bereits in den Hang hinein gefräst. Und er
hat eine Art Arbeitstitel bekommen. "Wir nennen das die
Zuschauerbanane," lacht Hans Klug. Der Abteilungsleiter der
TSG-Radsportsparte hat aus seinem Skiurlaub gleich noch eine
zusätzliche Idee mitgebracht. Auf einem Abstecher ins Biathlonstadion
des österreichischen Hochfilzen fielen ihm die Fahnenmasten hinter den
Zuschauertribünen ins Auge. ‚Das macht optisch was her', dachte er sich
und hat mit entsprechenden Überlegungen schon begonnen. Bis zu 15
Nationen waren es bisher, die beim internationalen Bundesliga-Rennen in
Münsingen am Start waren, so dass gewiss ein buntes Bild entstehen
würde. Eine Brücke, gut vier Meter hoch, steht ebenfalls schon im
Gelände. Ein Weg führt nach oben, zwei nach unten. Der steilere für die
Profis und ein alternativer "chicken way", (Hühnerweg) so nennen die
Biker eine einfachere Variante, die etwas mehr Zeit kostet. Denn neben
einer verbesserten Attraktivität für die Bundesliga-Rennen soll der
Park für Trainingszwecke geeignet sein. Zwei Hindernisse werden zum
Beispiel am 14. und 15. April ausgelassen, weil sie für das
Wettkampftempo nicht geeignet sind. Zum Training der Steuer- und
Koordinationskunst sind sie dagegen prima geeignet. Bundestrainer Peter
"Speedy" Schaupp (Grötzingen) war zweimal vor Ort um beratend zur Seite
zu stehen.
Repräsentative Jubelbilder
Fertig ist die Zieldurchfahrt. Zumindest der 15 Meter lange
Asphaltabschnitt. Auf Wunsch der Fotografen hat man die bisherige
Schotterpiste befestigt. Warum? Damit die Gewinner ohne Probleme die
Hände vom Lenker nehmen können und repräsentative Jubelbilder abliefern
können. Nur als Aufschüttung ist bis jetzt der künftige Medienturm
erkennbar. Auf den Hügel kommt ein 4,5 Meter hoher Turm für die
Fotografen und für TV-Kameras.
Was bis zum Frühjahrsklassiker nicht fertig wird sind die geplanten
Steilkurven im Hang. Diese größeren Erdbewegungen würden sich bis Mitte
April noch nicht ausreichend fest machen lassen. Das soll dann zur
offiziellen Eröffnung des Bikeparks am 7. Juni so weit sein.
Das Gesamtprojekt umfasst ein Finanzvolumen von rund 60.000 Euro. Knapp
die Hälfte muss die TSG Münsingen selbst mit Hilfe von Sponsoren
aufbringen. Der Rest sind Mittel vom Landessportbund Baden-Württemberg.
PRESSE 2006
Herren-Sieger Martin Gujan: Geniale Stimmung
Gunn-Rita Dahle schafft den Hattrick
Martin Gujan aus der Schweiz und Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle aus
Norwegen wiederholten vor mehr als 6000 Zuschauern beim zweiten Lauf
zur MTB-Bundesliga jeweils ihren Vorjahres-Erfolg. Beim 20.
Internationalen Frühjahrsklassiker in Münsingen dominierte Dahle mit
einem Start-Ziel-Sieg, während Gujan den Schweden Fredrik Kessiakoff
erst in der letzten Runde abhängen konnte. Beim Veranstalter TSG
Münsingen war man mit dem Publikum und den gebotenen Sport
hochzufrieden.
Gujan als erster in die Singletrails
Im Herren-Rennen entstand in der dritten von neun 4,8 Kilometer-Runden
eine dreiköpfige Spitzengruppe. Der Silbermedaillengewinner von Athen,
Jose Hermida (Spanien), der WM-Vierte Fredrik Kessiakoff (Schweden) und
Martin Gujan (Schweiz) setzten sich ab, nachdem Lado Fumic
(Kirchheim/T.) mit einer Attacke überzogen hatte und zurück fiel.
In Runde Acht musste Hermida die Konkurrenten ziehen lassen und fiel
noch auf Platz Fünf zurück. Gujan und Kessiakoff gingen gemeinsam auf
die letzte Runde. „Ich wusste, ich muss in der letzten Runde als erster
in die Singletrails rein, weil ich da immer einen Vorsprung auf
Kessiakoff bekommen habe. Das ist mir gelungen“, erklärte Gujan,
nachdem er nach 1:55:36 Stunden mit fünf Sekunden Vorsprung auf den
Schweden die Ziellinie überquert hatte. „Er war einfach stärker“,
gratulierte Kessiakoff fair. Die beiden stärksten Fahrer an diesem Tag
hatten auch für die Veranstaltung wohlwollende Worte übrig. „Es waren
viele Zuschauer da, das Starterfeld war stark und die Strecke hat mir
auch gefallen. Ich denke die Zuschauer konnten sehr viel vom Rennen
sehen“, sagte Kessiakoff, der zum ersten Mal in Münsingen war.
Gujan freute sich nicht nur über seinen zweiten Sieg in Münsingen
sondern auch über die „geniale Stimmung“. Er würde gerne nächstes Jahr
wieder kommen, sagte der Schweizer.
Käß als Siebter bester Deutscher
Der Österreicher Christoph Soukup schob sich durch ein starkes Finish mit 1:07 Minuten Rückstand noch auf Rang Drei.
Alb-Gold-Biker Jochen Käß war als bester Deutscher mit Rang Sieben
„megazufrieden.“ Mit dem hohen Tempo am Anfang hatte er seine Probleme,
riskierte aber mit zu gehen. „Das war ein Wahnsinnstempo am Anfang aber
ich wusste ich muss dran bleiben, wenn ich unter die besten Zehn fahren
will“, sagte Käß.
Als bester U23-Fahrer im Feld erwies sich René Tann (Suhl), der mit 4:12 Minuten Rückstand Neunter wurde.
Keine Gegnerin für Gunn-Rita Dahle
Gunn-Rita Dahle fuhr auf den sieben Runden des Damen-Rennens ein
einsames Rennen an der Spitze. Die erhoffte Auseinandersetzung zwischen
ihre, Sabine Spitz (Murg-Niederhof) und Hanka Kupfernagel (Denzlingen)
blieb aus.
„Zu Beginn habe ich Krämpfe bekommen und später hatte ich einen
Blutgeschmack im Mund, wie bei Rennen in der Höhe. Ich habe keine
Ahnung was los ist“, sagte Sabine Spitz, nachdem sie auf Platz Acht die
Ziellinie überquert hatte.
Hanka Kupfernagel, die noch den Straßenweltcup Flèche Wallone in den
Beinen hatte, kam auf den flachen Abschnitten gut zurecht, verlor aber
in den technischen Passagen Zeit. „Es war ein gutes Training“, hakte
sie das Bundesliga-Rennen und Platz Sieben ab.
So setzte sich Dahle wie gewohnt schnell vom Rest des Feldes ab und
fuhr ein Solo bis ins Ziel, das sie nach sieben Runden in 1:48:27
Stunden erreichte. „Ich habe versucht mich nach den Sea Otter Classics
vor allem zu erholen. Ich war total kaputt. Deshalb bin ich auch
überrascht, dass es so gut ging“, sagte Dahle, die damit zum dritten
Mal in Folge in Münsingen gewinnen konnte.
Ivonne Kraft lag zwar immer in der Verfolgung, machte aber nicht den
Versuch die Weltmeisterin anzugreifen. „Ich bin meinen Rhythmus
gefahren und nicht auf Angriff“, erklärte sie. Die Strategie führte sie
mit 1:16 Minuten Rückstand auf Platz Zwei vor einer erneut überraschend
starken Adelheid Morath (Freiburg). Die U23-Fahrerin wurde mit einer
Differenz von 2:09 auf Dahle Dritte.
20. Internationaler Frühjahrsklassiker
Träume, Highlights und Rekorde
Es ist angerichtet. Der 20. Internationale MTB-Frühjahrsklassiker in
Münsingen verspricht ein Buffet an sportlicher Feinkost. Die
Elite-Felder der Damen (11.30 Uhr) und der Herren (13.30 Uhr) am
Sonntag sind voll gepackt mit Cross-Country-Piloten der Weltklasse. Der
Uralan-Frühjahrsmarathon am Samstag (10 Uhr) strebt einem
Teilnehmer-Rekord entgegen. Das FGK Short Race (Samstag, 17 Uhr) gibt
einen Vorgeschmack auf das Spektakel am Sonntag.
Organisationschef Hans Klug wacht schon nachts auf vor lauter
Freude über all die großen Namen, die sich auf seiner Meldeliste
finden. „Wenn ich das sehe, bin ich schlicht begeistert. Das ist ein
Traum“, gerät Klug ins Schwärmen. Kein Wunder, dass er zufrieden wieder
einschläft.
Über den WM-Vierten Frederik Kessiakoff (Schweden) und die
beiden Weltcup-Sieger Ralph Näf (Schweiz) und José Antonio Hermida
(Spanien) würde sich jeder Veranstalter die Hände reiben. Und die
Zuschauer können es auch. Gemeinsam mit- oder besser: gegen-
Vorjahres-Sieger Martin Gujan (Schweiz) und einen angriffslustigen Lado
Fumic (Kirchheim/T.) ist gewiss ein spektakuläres Rennen zu erwarten.
„Cool“, reagierte Lado Fumic auf die Meldeliste und kündigte
gleich an: „Ich werde attackieren.“ Für ihn ist es sein Heimrennen,
lebt er doch kaum 45 Minuten von Münsingen entfernt. Außer den
genannten „Top Five“ gibt es noch viele weitere Kandidaten für eine
heiße Auseinandersetzung um die Podiumsplätze. Dazu zählen etwa die
Österreicher Michael Weiß und Christoph Soukup oder der Freiburger
Moritz Milatz. Die Alb-Gold-Biker Torsten Marx (Hechingen), Jochen Käß
(Weil im Schönbuch) und Hannes Genze (Sindelfingen), allesamt
Württemberger und besonders motiviert, könnten beim „Paris-Roubaix der
Mountainbiker“ ebenfalls eine gute Rolle spielen.
Sabine Spitz: Münsingen immer ein Highlight
Bei den Damen werden die Top Vier der Weltrangliste 2005 in
der ersten Reihe stehen. Gunn-Rita Dahle (Norwegen), Sabine Spitz
(Murg-Niederhof) standen auch beim Weltcup-Auftakt auf Curaçao in
dieser Reihenfolge auf dem Podium. Offenburg-Siegerin Irina Kalentieva
(Russland) ist in blendender Verfassung und Ivonne Kraft (Dettenheim)
hat sich zuletzt ebenfalls stark präsentiert. „Ich weiß noch nicht wo
ich stehe. Aber ich will in Münsingen vor heimischem Publikum ein gutes
Rennen fahren“, sagt Sabine Spitz. Für die Südbadenerin ist Münsingen
„immer ein Highlight“. Dort hat sie 1995 ihr erstes Bundesliga-Rennen
bestritten. Just in dem Jahr als Hanka Kupfernagel (Denzlingen) gewann.
Die dreifache Cross-Weltmeisterin kehrt nach elf Jahren zurück und
gehört nach ihrem starken Comeback auf der Karibik-Insel Curaçao (12.)
natürlich zu dem Mitfavoritinnen. Kupfernagel setzt dem Feld noch
einmal ein besonderes Glanzlicht auf. Dann wird auch Lene Byberg
(Norwegen), die Achte von Curaçao vorne mitmischen.
Nicht vergessen darf man, dass sich im Feld auch Nina Göhl
(Freiburg) befindet und ihre WG-Genossin Adelheid Morath, die aktuelle
U23-Weltcup-Führende. Und Juniorinnen-Weltmeisterin Tereza Hurikova
(Tschechien), und, und,....!
Frühjahrsmarathon und Short Race am Samstag
Der Uralan-Frühjahrsmarathon am Samstag hat schon bei den
Voranmeldungen die Starterzahl des vergangenen Jahres erreicht. Bleibt
das Wetter so wie angekündigt, wird es einen neuen Rekord geben.
Zum Short Race haben sich viele der Topfahrer vom Sonntag
angemeldet. Das Rennen im Kriteriumsstil verspricht packende Duelle und
ständige Führungswechsel. „Kurz und schmerzhaft“, bekennen die Biker
meistens hinterher. Aber für viele eine optimale Vorbereitung auf das
Sonntagsrennen. Und für Zuschauer ein echter Leckerbissen, weil sie den
gesamten Kurs einsehen können.
Nicht vergessen darf man im Reigen der Aufzählungen die
Schüler-Rennen, zu denen sich ebenfalls bereits über 150 Kids
angemeldet haben. Und die Nachwuchs-Bundesliga, in der Deutschlands
Nachwuchshoffnungen zu erleben sind.
Das voll gepackte Sportprogramm wird ergänzt durch einen Party-Abend im Festzelt mit lokalen Nachwuchsbands.
FGK Short Race: Da wacht der Körper auf!
Zum zweiten Mal hat der internationale MTB-Frühjahrsklassiker
in Münsingen das FGK Short Race im Rennprogramm. Am Samstag 22. April
um 17 Uhr jagen die Biker im Kriteriumsstil nach Punkten und
Geldprämien.
Nach der erfolgreichen Premiere 2005 war für die TSG Münsingen klar,
dass es dieses Jahr eine Neu-Auflage des FGK Short Race geben wird. Der
Schweizer Martin Gujan, der sich vor einem Jahr die Siegprämie holte,
hat bereits angekündigt wieder dabei zu sein.
"Super Sache, das macht Spass und ist eine tolle Vorbereitung auf das
Rennen am Sonntag. Außerdem ist es für die Zuschauer eine klasse
Spektakel". So schwärmte Gujan nach seinem heiß umkämpften Sieg vor
Jose Hermida und Ralph Näf. Packende Zweikämpfe auf einem 1,2 Kilometer
langen Kurs, der für die Zuschauer komplett einsehbar ist,
Aufholjagden, Kurvenduelle mit rutschenden Reifen, das sind die Zutaten
für ein Short Race.
Peter Riis Andersen, Klassiker-Sieger 2003, liebt die
Short-Race-Belastung am Vortag eines Cross-Country-Rennens. "Da wacht
mein Körper auf. Es ist einfacher sich in einem Rennen die hohe
Belastung zu holen als durch Training", sagt der Däne. Klar, dass auch
er beim FGK-Short Race dabei ist. In 20 Minuten ist der hitzige Spuk
vorbei. Das Preisgeld staffelt sich von 300 über 200 zu 100 Euro für
den Dritten. Zwischendrin gibt es noch einen Prämiensprint um 150 Euro.
4. Uralan Frühjahrsmarathon: Streckenbesichtigung am Ostersamstag
Eine Woche vor der vierten Auflage zum Uralan-Frühjahrsmarathon im
Rahmen des 20.internationalen Frühjahrsklassikers bietet die TSG
Münsingen Gelegenheit zu einer geführten Besichtigungstour. Treffpunkt
ist am Ostersamstag um 13.30 Uhr am Wettkampfbüro im
Start-Ziel-Gelände.
Der lange Winter gab den Hobbybikern weniger Gelegenheit zum
Training. Die 42 Kilometer des Uralan-Frühjahrsmarathon sind da ein
willkommen moderater Saisoneinstand. Die Siegerzeit von Reto Matt
(Murg-Niederhof) war 1:20 Minuten. Das unterstreicht, dass man als
Freizeitbiker noch nicht die großen Umfänge in den Beinen haben muss,
um auf der Alb zum ersten Mal gefahrlos Rennluft schnuppern zu können.
Um sich mit dem Kurs und seinen 830 Höhenmetern vertraut zu machen
organisiert die Radabteilung der TSG Münsingen und Führung von
Streckenchef Andreas Eberhardt am Samstag, 15. April, eine
Streckenbesichtigung. So lassen sich Trainingseinheit, Osterausfahrt
und Vorbereitung auf den Marathon in einem Datum vereinen.
Das Angebot der Streckenbegehung vor der Deutschen
Marathon-Meisterschaft im vergangenen Herbst nahmen trotz des
schlechten Wetters damals mehr als 100 Interessierte wahr.
Knapp vier Wochen vor dem zweiten Lauf zur MTB-Bundesliga beginnt der
Schnee im Münsinger Wiesental zu schmelzen. Gerade noch rechtzeitig für
die Rennen am 22. und 23. April. Die Radabteilung der TSG Münsingen
bietet wieder ein voll gepacktes Programm und erwartet ein illustres
Feld.
Die angekündigten Weltklasseleute versprechen für die ALB-GOLD CLASSIX
am Sonntag erneut herausragenden Cross-Country-Sport. Namen wie
Gunn-Rita Dahle (Norwegen/Multivan-Merida) und Irina Kalentieva
(Russland/ Topeak-Ergon) bei den Frauen, Jose Hermida
(Spanien/Multivan-Merida), Ralph Näf (Schweiz/Multivan-Merida) oder
U23-Weltcup-Sieger Jakob Fuglsang (Dänemark/ Vredestein-Cannondale)
sind nur einige Hochkaräter, die in Münsingen am Start sein werden und
den Deutschen Meistern Lado Fumic (Kirchheim/T./ FBI) und Sabine Spitz
(Murg-Niederhof/Specialized) das Siegen schwer machen. Den Auftakt zum
Bundesliga-Wochenende macht der Uralan-Frühjahrsmarathon. Die 38
Kilometer-Runde war im September Schauplatz der Deutschen
Marathon-Meisterschaft und hat sich als Saisonauftakt für viele
ambitionierte Amateurbiker bereits dreimal bewährt.
Parallel zum Marathon dürfen am Samstag beim Schwörer-Haus Jugend
MTB-Tag die Schüler bis U15 ran. Danach kommen beginnen die
lizenzierten Jugendfahrer ihre Bundesliga-Saison.
Um 17 Uhr gibt es eine die zweite Auflage des FGK- Short-Race. Die
Premiere im vergangenen Jahr war gut besucht und bot einen knackigen
Rennverlauf, aus dem der Schweizer Martin Gujan als Sieger hervorging.
Der Sonntag ist Bundesliga-Tag, mit den beiden Höhepunkten, den
Elite-Rennen der ALB-GOLD CLASSIX. Der Zuschauer-Rekord des vergangenen
Jahres hat die erfreuliche Entwicklung der jüngsten Zeit fortgesetzt.
Auch die nunmehr 20. Auflage des ältesten deutschen
Cross-Country-Rennens wird sportliche Feinkost und ein spektakuläre
Bilder bieten.
Auch dieses Jahr begleitet wieder ein verkaufsoffener Sonntag den zweiten Veranstaltungstag.
PRESSE 2005
Die Mountainbike-Bundesliga lebt:
Zuschauer-Rekord und Teilnehmer-Rekord in Münsingen
Martin Gujan und Gunn-Rita Dahle heißen die Sieger
Die MTB-Bundesliga feierte in Münsingen einen brillanten Auftakt. Vor
rund 7000 Zuschauern gewann der Schweizer Martin Gujan ein
faszinierendes Herren-Rennen über 33,6 Kilometer, das erst auf den
letzten zwei Kilometern entschieden wurde. Lado Fumic (Kirchheim/T.)
wurde im Sprint Zweiter vor dem Spanier Jose Hermida. Bei den Damen
gewann Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle (Norwegen) vor ihren
Teamkolleginnen Irina Kalentieva (Russland) und Nina Göhl (Freiburg).
Lado Fumic (FBI) prägte das Rennen ab der ersten von sieben
Runden. Nach einer abgesprochenen Aktion seines Bruders Manuel, fuhr er
eine schnelle Attacke und die folgenden fünf Runden mit einem Vorsprung
von 15 bis 20 Sekunden auf eine Dreier-Gruppe mit Hermida, Gujan und
dessen Landsmann Ralph Näf. „Ich wollte zuhause zeigen, wo der Hammer
hängt“, sagte Lado Fumic im Ziel.
Manuel Fumic (Kirchheim/T./ FBI) fiel zurück, kämpfte sich aber später
wieder an die Verfolger heran. Als es in der vorletzten Runde zum
Zusammenschluss der fünf Fahrer kam, sprengte sofort der nächste
Angriff das Quintett. Übrig blieben Lado Fumic, Gujan und Hermida. In
dem profitierte Gujan von überrundeten Fahrern, die Hermida und Fumic
behinderten. „Die beiden anderen wurden behinderten und ich hatte die
Lücke, die habe ich dann genutzt. Da war schon Glück dabei“, bekannte
Gujan, der mit drei Sekunden Vorsprung gewann.
Fumic distanzierte Hermida knapp im Kampf um Platz Zwei. Der
Silbermedaillengewinner von Athen bezeichnete den Deutschen Meister als
„extrem stark“. Der Kirchheimer war mit sich nicht unzufrieden. „Gujan
war gut drauf aber ich denke ich habe hier eine gute Leistung
abgeliefert. Die Atmospähre war wahnsinnig“, sagte Lado Fumic. Sein
Bruder kam mit 31 Sekunden Rückstand als Vierter ins Ziel.
Bei den Damen war es einmal mehr Gunn-Rita Dahle, die das
Rennen souverän dominierte. Die Norwegerin setzte sich gleich in der
ersten von sechs Runden ab und gewann ungefährdet mit 2:50 Minuten vor
ihrer Multivan-Merida-Teamkollegin Irina Kalentieva. Nina Göhl hatte
einen schlechten Start („mir war so kalt“), fuhr dann aber auf den
dritten Platz (4:20 zurück). „Am Anfang ging es schlecht aber ich denke
mehr war sowieso nicht drin“, meinte Göhl. Sie ließ Ex-Weltmeisterin
Sabine Spitz (Murg/ Specialized) hinter sich. Die war mit ihrer
Leistung nicht zufrieden. „Es ging nicht so wie ich wollte, ich konnte
nicht mobilisieren. Warum weiß ich auch nicht“, meinte Spitz etwas
zerknirscht über ihre 6:02 Minuten Differenz.
Schon am Samstag konnten die Organisatoren einen neuen
Teilnehmer-Rekord vermelden. Zum ersten Mal wurde die
1000er-Schallmauer übersprungen. "Ich bin happy" jubelte
Organisationschef Hans Klug über die Rekord-Daten und über ein höchst
attraktive Rennen am Sonntag.
Münsinger MTB-Rennen im TV!
Der 19. Internationale MTB-Frühjahrsklassiker in Münsingen wird am
Sonntag im SWR zu sehen sein. In der Sendung Baden-Württemberg Aktuell
um 19.45 Uhr soll ein Kurzbericht über das Mountainbike-Rennen über den
Schirm flimmern.
Eventuell gibt es bei Sport am Montag um 18.15 Uhr auch im SWR einen
Nachschlag.
Übrigens flimmerte bereits am Donnerstag morgen im ZDF-Morgenmagazin
ein ausführlichen Ausblick auf die MTB-Bundesliga über den Schirm.
Allerdings mit ein paar wenig geglückten Kommentaren.
Erhard Goller
Grandioses Starterfeld aus 15 Nationen:
Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle contra Bronze-Dame Sabine Spitz
Top-Besetzung im Herren-Rennen
Der Weg zum 19. Internationalen Frühjahrsklassiker ist gepflastert, es
kann los gehen. Die TSG Münsingen freut sich über ein Starterfeld wie
es in der Geschichte der MTB-Bundesliga noch nie gegeben hat. Im
Herren-Rennen (13.30) kommt es am Sonntag in einem top besetzten Feld
zu einer echten Nagelprobe für den Weltcup-Auftakt eine Woche später im
belgischen Spa. Und in der Damenkonkurrenz versuchen Sabine Spitz und
Co. Die Sieges-Serie von Olympiasiegerin Gunn-Rita Dahle zu
durchbrechen.
„Ich habe im Training noch einmal ordentlich reingelangt aber ich
möchte mich in Münsingen angemessen präsentieren“, sagt Sabine Spitz
(Murg/Specialized). Die Olympia-Dritte ist nach der erstmals, und als
Vize-Weltmeisterin erfolgreich, absolvierten Cross-Saison, in der
Saisonvorbereitung zwar zwei bis drei Wochen hinterher, doch deshalb
gibt sie nicht klein bei. Für Gunn-Rita Dahle
(Norwegen/Multivan-Merida) kommt die Konkurrenz auch aus dem eigenen
Lager. Ihre Teamkollegin Irina Kalentieva könnte hat sogar das
Potential die Serien-Siegerin aus Skandinavien zu schlagen. Die dritte
bei Multivan-Merida, Nina Göhl (Argenbühl), gilt ebenfalls als
Kandidatin fürs Damen-Podium.
Bei den Männern werden es die deutschen Biker um Vize-Europameister
Lado Fumic (Kirchheim/T.) schwer haben überhaupt unter die ersten Drei
zu kommen, so stark ist das Feld besetzt. Ganz vorne stehen
Silbermedaillengewinner Jose Antonio Hermida (Spanien) der
Olympia-Sechste Ralph Näf (Schweiz/ beide Multivan-Merida) und der
Weltranglistenerste Roel Paulissen (Belgien/ Giant Racing). Lado Fumic
gibt sich motiviert aber noch „ohne große Ambitionen“. Aber so einfach
wird er sich nicht hinten einreihen, auch sein Bruder Manuel Fumic
nicht. Der U23-Weltmeister benötigt erfahrungsgemäß einige Rennen, um
sich die nötige Spritzigkeit zu holen aber um vorne mit zu fahren wird
er in der Lage sein. Nahezu alle deutschen Top-Biker mischen sich in
das illustre Feld aus 15 Nationen, darunter erstmals auch zahlreiche
Schweizer, den deutschen MTB-Boom einmal selbst erleben wollen.
Viele der Eidgenossen haben schon für das FGK Short Race am Samstag (17
Uhr) gemeldet, wo es- „kurz aber schmerzhaft“- im Kriteriumsstil um
Zwischensprints und Prämien geht. „Eine optimale Vorbelastung“, meint
der Vorjahres-Zweite Stefan Sahm (Bissingen/T.) vom Giant Racing Team.
Die Voranmeldungen zum dritten Uralan-Frühjahrsmarathon am Samstag (10
Uhr) deuten auf einen Teilnehmer-Rekord hin. Es könnten 300
Marathonisti werden, die jene 38 Kilometer testen werden, die im Herbst
auch die Runde für die Deutsche Marathon-Meisterschaft sein wird.
Bis zur Hit-Mix-Party von Antenne 1 am Abend (20.30 Uhr) dürften die
Langstreckenbiker ihre Tanzbeine wieder schwingen können.
Zwölf Meter Pflastersteine verweisen seit ein paar Tagen auch optisch
auf den Ehrentitel „Paris-Roubaix der Mountainbiker“ , den das älteste
deutsche MTB-Rennen trägt. Das kleine Kuriosum wird mit dem „Erfinder“
des Titels, dem Radsport-Trainer Thomas Schediwie, am Sonntag gemeinsam
eingeweiht. Am Donnerstag wird auch noch das mächtige „Schwörer-S“
aufgestellt, eine Produktion der Azubis der Firma Schwörer-Haus. Der
Weg zum Sieg in Münsingen ist jetzt also präpariert und gepflastert, es
darf gefahren werden.
Erhard Goller
Rekordverdächtig: 52 Meldungen vom Team Steinlach-Wiesaz
Ein Rekord ist schon fällig bevor der erste Startschuß zu hören war.
Das Team Steinlach-Wiesaz hat zum 19. Internationale MTB-Rennen in
Münsingen verteilt über alle Klassen, 52 Biker und Bikerinnen gemeldet.
Chef-Organisator Hans Klug rieb sich an seinem Faxgerät verwundert die Augen. „Das hatten wir noch nie“, meinte Klug.
„Unser Projekt läuft gut“, erklärt Dieter Brenzel, Teamleiter der
Steinlach-Wiesaztäler. Entstanden 1995 aus einer Kooperation des RV
Gomaringen und der Steinlach-Wiesaz-Realschule, an der Brenzel selbst
als Lehrer tätig ist, hat sich die MTB-Gruppe aus der Nähe von
Reutlingen bestens entwickelt.
Am Samstag absolvierten mehr als 30 Sportler aus der Gruppe eine
gemeinsame Trainingseinheit auf dem Kurs in Münsingen. Die
Wetterbedingungen waren typisch Münsingen. „Schlimmer kann es nächste
Woche auch nicht werden, deshalb haben wir heute optimale
Trainingsbedingungen“, motivierte Brenzel seine Team-Mitglieder bei
Null Grad und Schneefall zur Übungsstunde mit Unterstützung der beiden
Alb-Gold Biker Florian Eschenbach (Tübingen) und Gaby Stanger
(Dettingen/E.). Ihr Teamkamerad Torsten Marx (Hechingen) musste leider
absagen. Er laboriert an einem heftigen Infekt, die seinen Einsatz beim
Bundesliga-Auftakt wohl unmöglich machen wird.
Derweil arbeiteten die Helfer der TSG Münsingen- ebenfalls dem Wetter
trotzend- an der Präparierung der Strecke. „Ich bin insgesamt
zufrieden“, meint Streckenchef Andreas Eberhardt, die alljährlichen
Schäden durch die Forstarbeiten mit der automatischen
Vollernte-Maschine sind weitgehend behoben. Und das schlechte
„Paris-Roubaix-Wetter“ hat man ja schon auf das aktuelle Wochenende
vorverlegt. „Am nächsten Sonntag wird es warm und sonnig“, lacht
Eberhardt.
Erhard Goller
Acht Meter Paris-Roubaix
Der Schnee ist weg und es wird mit Hochdruck gearbeitet. Der
Bundesliga-Kurs in Münsingen bekommt zwei neue Details. Im
Start-Zielbereich werden acht Meter Pflastersteine implantiert und die
Azubis von Sponsor Schwörer-Haus bauen ein „Schwörer-S“.
Seit Thomas Schediwie vor vier Jahren in einem TV-Interview das
Bundesliga-Rennen in Münsingen als „Paris-Roubaix der Mountainbiker“
bezeichnet hat, kultivieren die Organisatoren diesen ehrenvollen Titel
aus berufenem Mund. TSG-Organisationschef Hans Klug will dem jetzt
Nachdruck verleihen und verlegt auf 1,50 Meter Breite ein acht Meter
langes „Pavé“, wie die Franzosen zu dem Pflastersteinpassagen sagen.
„Das wollte ich schon lange machen“, lacht er verschmitzt.
Thomas Schediwie, der ehemalige MTB-Teamcoach von T-Mobile und
Landestrainer von Baden-Württemberg, hatte 2001 die Assoziation
hergestellt, weil es zum Frühjahrsklassiker wieder einmal schlechtes
Wetter im Überfluß gab. Überdies fällt der Straßenklassiker in
Frankreich häufig auf das gleiche Datum wie das älteste deutsche
MTB-Rennen.
Schediwie, inzwischen als Coach nur noch für Straßenfahrer im
T-Mobile-Team tätig, will dem Rennen in Münsingen einen Besuch
abstatten. Das lässt sich dieses Jahr für ihn machen, weil die
Straßenfahrer ihr „Cross-Country“- Rennen auf den Pavés in der „Hölle
des Nordens“ schon am kommenden Sonntag auf dem Programm haben.
Es gab auch schon ein Jahr, in dem Schediwie nach dem MTB-Rennen ganz
unerschrocken seiner Radsport-Leidenschaft folgend, an einer Münsinger
Haustür klingelte, um das Finale von Paris-Roubaix am TV-Schirm erleben
zu können.
Das zweite Detail, an dem zur Zeit mit viel Engagement gearbeitet wird,
ist eine Schikane mit dem Titel „Schwörer-S“. Die Auszubildenden des
Fertighaus-Herstellers konstruieren und bauen in ihrem Betrieb ein acht
auf neun Meter großes S, durch das die Cross-Country-Piloten
durchsteuern müssen.
Erhard Goller
Schweizer Vorbild: FGK Short Race in Münsingen
Bundesliga-Auftaktveranstalter TSG Münsingen hat 2005 zum ersten Mal
das FGK-Short Race im Programm. Nach dem erfolgreichen Vorbild vom
Swisspowercup in Reinach jagen die Profis am Samstag (17 Uhr) im
Kriteriums-Stil acht Mal durch eine übersichtliche 1,2-Kilometer-Runde.
Die Multivan-Merida-Biker Jose Hermida (Spanien), Ralph Näf
(Schweiz) und Moritz Milatz (Freiburg) haben für das FGK Short Race
bereits gemeldet. Näf konnte die wilde Jagd in Reinach gewinnen,
Hermida war Dritter.
Auf dem Start-Ziel-Gelände in Münsingen können die Zuschauer den
kompletten Kurs übersehen. Der bekannte Startanstieg wird aber nur im
Ansatz in die Strecke eingebaut, damit die Fahrer ihrer Pulver nicht
schon einen Tag vor dem Bundesliga-Rennen verschießen müssen. Wie in
der Schweiz soll es zwei Zwischenwertungen und eine Endwertung geben.
Die Zwischenwertungen werden addiert und mit 100 Euro für den Sieger
und 50 für den Zweiten dotiert. Im Zieleinlauf gibt es Preisgeld von
Platz Eins bis Vier (300, 200, 100, 50 Euro). Das FGK Short Race ist
offen für alle Lizenz-Inhaber.
Erhard Goller
Hit-Mix-Party von Antenne 1 am 16. April in Münsingen
Echt alarmierend: Beim 19. Münsinger Mountainbike-Rennen am 16./17.
April dürfen die Beine nicht nur in den Pedalen wirbeln. Die
Hit-Mix-Party von Antenne 1 gibt am 16. April richtig Gas und sorgt am
Samstagabend für Party-Alarm. Fünf Stunden lang wird DJ Dex ordentlich
einheizen, das Wiesental zum Beben bringen und das Party-Volk in Licht
und Nebel hüllen.
„Spaß ohne Ende“, kündigt das Antenne-1-Team an. Um 20.30 Uhr geht’s los.
Vorverkauf in der Kreissparkasse, Eintritt: Euro 6,-
Erhard Goller
Noch sechs Wochen bis zum Bundesliga-Auftakt-
Frühjahrs-Marathon als Testlauf für die DM
Dass Münsingen unter einer dichten, weißen Haube liegt, das kennt man
in der Mountainbike-Szene ja. Aber noch hat die kalte Pracht genügend
Zeit um wieder zu verschwinden.
Sechs Wochen vor Uralan-Frühjahrsmarathon und Bundesliga-Auftakt am
16/17. April wurde selbst der bekannte Starthang von den Schneemassen
quasi abgeschliffen, die Loipe, die sich drüber schlängelt macht keinen
Furcht erregenden Eindruck.
Trotz der verbleibenden 45 Tage bis zum Startschuss, hoffen Hans Klug
und seine Mitstreiter von der TSG Münsingen, dass die Schnee-Auflage
bald verschwindet. An der Strecke muss noch kräftig gearbeitet werden.
Das geht aber erst, wenn sie frei ist. Das gilt auch für den
Uralan-Frühjahrsmarathon, dessen 38-Kilometer-Kurs weitgehend identisch
ist, mit dem der Deutschen Marathon-Meisterschaft, die von der TSG
Münsingen im Rahmen der Alb-Gold-Trophy ausgerichtet wird.
Beim Uralan-Frühjahrsmarathon am 16. April, der wie in den Vorjahren
auf dem Münsinger Marktplatz gestartet wird, können Profis und
Hobby-Biker gewissermaßen eine Proberunde drehen. Mark Weichert (Horb)
vom Team Alb-Gold hat den Kurs vergangenes Jahr bereits gelobt: „Der
Kurs ist prima. Er ist auch ein bisschen technisch, aber ich finde das
gehört auch beim Marathon dazu“, war die Stimme des Profis und Siegers
2006.
Ein Freizeit-Biker kommentierte die Runde mit „hart aber fair“. Für
einen Deutschen Meistertitel muss man am 25. September allerdings
dreimal rum. Hobby-Biker, für die es ohnehin nur einen inoffiziellen
Meistertitel gibt, können sich das bis dahin ja überlegen und dann
vielleicht auch nur eine doppelte Schleife drehen.
Jedenfalls bietet sich der Uralan-Frühjahrsmarathon für einen Testlauf
bestens an. 38 Kilometer sind der Jahreszeit angemessen- mit einem
Blick auf die aktuelle Schneelage sowieso.
Erhard Goller
Noch 45 Tage bis zum Startschuss
TSG Münsingen rüstet zum 19. Internationalen Frühjahrsklassiker
und zum 3. Uralan-Frühjahrsmarathon
am 16/17. April 2005
Ein Blick zurück auf das Bundesliga-Rennen im April 2006 zeigt was aus
dem Münsinger Mountainbike-Rennen inzwischen geworden ist. Vier von
sechs Olympia-Medaillengewinner in Athen waren bei der 18. Auflage des
Klassikers am Start. Gold für Gunn-Rita Dahle (Norwegen/
Multivan-Merida), Silber für Jose Hermida (Spanien / Multivan-Merida),
Bronze für Bart Brentjens (Niederlande/ jetzt Giant Racing Team) und
Sabine Spitz (Murg / Fusion Pro Team). Ein Rennen von dieser Güteklasse
A kündigt sich auch 2005 wieder an.
"Die Vorbereitungen gehen in die heiße Phase", sagt Organisationschef
Hans Klug, obwohl die Temperaturen auf der Alb zur Zeit alles andere
als genau so sind. Hinter den Kulissen aber wird schon mächtig an der
Veranstaltungsschraube gedreht.
Den Auftakt zum Bundesliga-Wochenende macht der
Uralan-Frühjahrsmarathon. Die 38 Kilometer gewinnen eine besondere
Bedeutung, weil es die Runde sein wird, auf der im September bei der
Alb-Gold-Trophy auch die Deutsche Marathon-Meisterschaft ausgetragen
wird. Für den Titel muss man allerdings dreimal rum. Das bedeutet
jedoch nicht, dass Hobby-Biker fehl am Platz sind. Gerade im Frühjahr
sind für die 38 Kilometer für Freizeitsportler eine angemessene Distanz.
Parallel zum Marathon dürfen im Wiesental die Schüler bis U15 ran.
Danach kommen die lizenzierten B-und C-Lizenz-Inhaber und die Masters
dran. Die erstgenannten kämpfen um den Aufstieg in die A-Klasse, damit
sie 2006 vielleicht am Sonntag fahren dürfen.
Um 17 Uhr jagen die Profis in einem Short-Race durch eine kleine,
zuschauerfreundliche Runde, bevor die Hit-Mix-Party von Antenne 1 zur
Dance-Night lädt.
Sonntag ist Bundesliga-Tag. Von der Jugend aufwärts über die Damen zum
Elite-Rennen, Bike-Enthusiasten werden auf ihre Kosten kommen. Ein
optischer Genuss, die Weltmeister und Olympiasieger den berüchtigten
Münsinger Starthang hinauf knallen zu sehen.
Erhard Goller